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Eine Papieragenda und die Worte "April, April!" drübergekritzelt

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Aufgrund eines Streiks, an dem sich ein Grossteil der Belegschaft von Swissinfo beteiligt hat, erscheint heute kein Briefing.

Sie haben es sicherlich bereits geahnt: Es handelt sich natürlich um einen Aprilscherz – ganz im Sinn jener Medien und Institutionen in der Schweiz, die sich zahlreiche Scherze ausgedacht haben, um ihr Publikum zum Schmunzeln zu bringen.

Hier finden Sie eine kleine Auswahl davon sowie einige unerwartete Statistiken über Sie, liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer.

Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre

Ein Chalet, eine Schweizer Fahne und eine Aussicht auf das Nebelmeer im Tal
Die Schweizer Bevölkerung wird im Ausland als sympathisch wahrgenommen. Keystone / Anthony Anex

Die Schweiz geniesst im Ausland ein «sehr positives Image in der breiten Öffentlichkeit». Das geht aus dem Jahresbericht zur Wahrnehmung der Schweiz im Ausland hervor, den der Bundesrat heute zur Kenntnis genommen hat.

Der Bericht hält zudem fest, dass die Medienberichterstattung über die Schweiz im Jahr 2025 namentlich von der Reaktion des Landes auf die von Washington angekündigten hohen Zölle auf Schweizer Exporte geprägt war – eine Massnahme, die Präsident Donald Trump vor genau einem Jahr bekanntgegeben hat.

Auch der Felssturz von Blatten stiess in der ausländischen Presse auf grosse Resonanz. Die Ausrichtung des Eurovision Song Contest in Basel sowie die der Frauenfussball-Europameisterschaft sorgten ihrerseits für ein positives Echo. Die Berichte über diese beiden grossen internationalen Ereignisse zeichneten das Bild eines gastfreundlichen, offenen und gut organisierten Landes.

Was das Ansehen betrifft, belegt die Schweiz den fünften Platz im «Anholt Nation Brands Index 2025», der jährlich die Beliebtheit von 50 Ländern in der breiten Öffentlichkeit misst. Die Schweizer Bevölkerung wird diesem zufolge als sympathisch wahrgenommen. Auch die Attraktivität des Landes und die Lebensqualität hierzulande werden sehr positiv bewertet.

Passagiere steigen über eine Treppe hinten aus einem Flugzeug aus, auf der Schwanzflosse das Schweizer Kreuz
Vielleicht haben einige dieser Personen ihr Gastland verlassen, um wieder in der Schweiz zu leben? (Symbolbild) Keystone / Peter Schneider

Gestern Dienstag haben wir Sie über die wichtigsten Trends aus der neuen Statistik der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer informiert. Wissen Sie aber, welche Städte bei Schweizer Expats am beliebtesten sind? Oder in welchen Ländern ihre Zahl stark zurückging?

Erstmals hat das Bundesamt für Statistik (BFS) für das Jahr 2025 die Zahl der in den Grossstädten der Nachbarländer ansässigen Schweizerinnen und Schweizer erfasst. An der Spitze liegen die Hauptstädte Paris und Berlin. Es folgen Mailand und Wien, das für seine Lebensqualität bekannt ist. München und Rom belegen den 5. und 6. Platz.

Im Ausland lebende Schweizerinnen und Schweizer sind in fast allen Ländern der Welt vertreten – ausser in fünf. Sie lassen sich jedoch nicht sehr weit entfernt von der Schweiz nieder. Die Mehrheit wohnt in den Nachbarländern, besonders in den an die Schweiz grenzenden und deutschen französischen Regionen. So leben beispielsweise 13% der 212’400 Auslandschweizerinnen und -schweizer im angrenzenden französischen Département Haute-Savoie.

Während die Auslandschweizer-Diaspora im Jahr 2025 insgesamt weiter zugenommen hat, verzeichnen mehrere Länder deutliche Rückgänge. Dies betrifft besonders die drei Länder Mexiko, Singapur und Kuba. Haiti hat innerhalb eines Jahres fast 30% seiner Schweizer Gemeinschaft verloren und seit 2016 sogar zwei Drittel. Aufgrund der dort herrschenden Unsicherheit sind auch viele afrikanische Länder von der Abwanderung der Schweizerinnen und Schweizer betroffen, namentlich der Südsudan (-27%), Niger (-25%), Tschad (-25%) und Sudan (-22%).

Mann, Frau und zwei Kinder auf einem Fussgängerstreifen, den der Mann gleich selber ausrollt (historisch)
Aprilscherze sind keine neue Erfindung. Hier rollt ein Mann seinen eigenen Fussgängerstreifen aus. Foto aus den 1960er-Jahren. Keystone / PHOTOPRESS-ARCHIV

Camping zwischen den Rollfeldern des Flughafens Genf? Cordon bleu mit Schokolade? Gepäckbeschränkungen in Zügen? Das sind nur einige der Aprilscherze dieses Mittwochs, 1. April, in der Schweizer Presse und anderswo.

Der Flughafen Genf hat auf Instagram einen starken Auftritt hingelegt: mit einem täuschend echt wirkenden Video, welches das Campen zwischen seinen Rollfeldern zeigt – «zur Aufwertung der Grünflächen». Der Flughafen versichert, die Windstrudel der startenden und landenden Flugzeuge werde die Camper nicht stören.

Blick listet in einer nicht abschliessenden Zusammenstellung einige schräge Ideen auf, darunter Chips mit dem Geschmack einer Engadiner Nusstorte, Cordon bleu mit Schokolade oder Bier mit Ovomaltine. Wer einen Hund mit gelben Zähnen hat, dürfte sich auch für die «Aufheller-Knochen» interessieren. Und: «Wie an Flughäfen üblich, wird die Gepäckgrösse künftig auch in Bahnhöfen vor dem Zugang zu den Zügen kontrolliert», schreiben die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB).

Eine Giesserei in Uetendorf im Kanton Bern, wird in einem Artikel behauptet, soll eine «abgedämpfte» Kuhglocke entwickelt haben. Diese soll das Läuten der Glocken an Kuhhälsen abschwächen und so Nachbarschaftskonflikte durch Lärm reduzieren. Dieser Bericht wurde bis jetzt noch nicht offiziell als Aprilscherz bestätigt.

Blick aus einem Fenster
Hypotheken in Schweizer Franken stellen eine Falle für Grenzgängerinnen und Grenzgänger dar, die Immobilien in Frankreich besitzen. (Symbolbild) Keystone

Wegen des starken Frankens geraten viele Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die in Frankreich wohnen und in der Schweiz arbeiten, mit ihren in der Schweiz laufenden Hypotheken in finanzielle Schwierigkeiten. Wie RTS berichtet, könnte ein kürzlich ergangener Entscheid des Kassationsgerichtshofs jedoch eine teilweise Rückerstattung ermöglichen.

In der französischen Grenzregion gibt es sehr viele Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer, die in der Schweiz arbeiten. Lange Zeit haben diese Personen Geld in Schweizer Franken geliehen, um ihre Häuser oder Wohnungen zu kaufen. Die niedrigen Zinssätze in der Schweiz und der starke Euro machten diese Transaktionen damals attraktiv.

Doch mit der Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro hat sich die Lage umgekehrt: Die monatlichen Raten sind gestiegen, während der in Euro ausgewiesene Wert der Immobilien nicht mitgehalten hat. Viele Grenzgängerinnen und Grenzgänger sind der Meinung, von den Banken nicht ausreichend über die möglichen Folgen einer Wechselkursschwankung des Schweizer Frankens informiert worden zu sein.

Nun könnte ein Entscheid des Kassationsgerichtshofs (der höchsten französischen Instanz) den Weg für eine Annullierung der Kredite oder die Rückerstattung eines Teils der geleisteten Zinsen ebnen.Angestossen hatte den Prozess ein Grenzgänger, der seinen Job verloren hatte.

Die konkrete Anwendung dieses Entscheids muss jedoch noch von den ursprünglich vorinstanzlichen Gerichten ausgestaltet werden. Die Banken haben Rekurse eingereicht.

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