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Junge Menschen feiern in der Nacht ausgelassen auf einer Strasse

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Die Wahlen in Ungarn am Wochenende brachten mit Peter Magyar einen klaren Sieger hervor. Die Ära Viktor Orbán ist somit Geschichte. Das freut einen Auslandschweizer mit dortigem Wahlrecht, den unser Korrespondent in der heissesten Phase des Wahlkampfs begleiten durfte.

Und in der Schweiz verspricht ein Pilotversuch nichts weniger als eine Revolution im öffentlichen Verkehr. Was hält der Datenschützer davon?

Herzliche Grüsse aus Bern

Ein Mann spricht auf einer Bühne in der Nacht vor einem Fluss und am anderen Ufer einem beleuchteten Parlamentsgebäude zu seinen Anhängerinnen und Anhängern
Der Vorsitzende der oppositionellen Tisza-Partei, Peter Magyar (Mitte), spricht nach dem Wahlsieg vor dem Parlamentsgebäude zu seinen Anhängerinnen und Anhängern. EPA / Robert Hegedus

Ungarn hat gewählt. Das politische Ende von Viktor Orbán beschreibt ein Schweizer in Ungarn als «die Stunde null, wie 1989», als das kommunistische Regime zu Ende ging. Unser Korrespondent Bruno Kaufmann hat den Doppelbürger in Budapest begleitet.

In der Schweiz wählte Zoltán Tamassy, 1971 hier geboren, fast nur per Post. In Budapest war nun alles anders: Ausweiskontrolle und der Gang hinter den blauen Vorhang. Dieser erste Urnengang in der Heimat seiner Eltern war für den Schweiz-Ungaren eine sehr emotionale Angelegenheit. 

Ungarn wurde zuletzt als «Wahlautokratie» und «weltweit schlimmster Autokratisierer» bezeichnet. Dennoch wagte Tamassy die Auswanderung ins Herkunftsland seiner Eltern aus dem expliziten Wunsch nach Freiheit. Der Auslandschweizer engagierte sich in einem Land, das jahrelang im permanenten Ausnahmezustand regiert wurde – ein riskantes Investment in eine damals noch völlig ungewisse politische Zukunft.

Trotz des Wahlsiegs der Opposition mit Peter Magyar bleibt das Land tief gespalten. Brunos Reportage zeigt, dass Politik selbst am Esstisch der Schwiegereltern ein Tabu bleibt, um «Misstöne» zu vermeiden. Während die Jungen den Wandel feiern, halten die Älteren an alten Loyalitäten fest.

Viele Menschen an einer Seepromenade
Menschen geniessen einen schönen Apriltag in Luzern. Keystone / Urs Flüeler

Gegenwärtig diskutiert die Schweiz über eine Volksinitiative, welche die Bevölkerung des Landes auf zehn Millionen Menschen begrenzen will. Interaktive Grafiken zeigen heute, wie sich die Schweiz demografisch verändert hat.

Wie sieht die Schweiz im Vergleich zum Tag Ihrer Geburt heut aus? Das Data-Team des Westschweizer Radio und Fernsehens (RTS) hat eine interaktive Grafik veröffentlicht, in der Sie verschiedene interessante Vergleiche machen können.

Indem Sie Ihr Geburtsdatum eingeben, können Sie erfahren, wie sich die Schweizer Bevölkerung seither verändert hat. Daten wie Bevölkerungswachstum, Alterung der Gesellschaft und Einwanderung können auf den Tag genau mit den heutigen Zahlen verglichen werden. Gemäss einem Szenario des Bundesamts für Statistik (BFS) dürfte die Grenze von zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern im Jahr 2041 überschritten werden.

Zudem können Sie die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur der Gemeinde und des Kantons beobachten, von wo Sie ausgewandert sind oder wo Sie heute leben, und mit anderen Gemeinden der Schweiz vergleichen. Welche hat den grössten Zuwachs, welche den grössten Verlust an Einwohnerinnen und Einwohnern zu verzeichnen? Und wie haben sich die Altersgruppen in der Bevölkerung verändert? Finden Sie es heraus.

Eine Person bedient eine App auf dem Handy, eine Kaffeetasse ist auf dem Tisch zu sehen
Die neue Funktion soll, falls der Testversuch erfolgreich verläuft, in die SBB-App integriert werden. Keystone / Christian Beutler

Aus Cico wird Bibo. Verstehen Sie nur Bahnhof? Dann sind Sie wenigstens nicht auf dem Holzweg, denn es geht dabei um den ÖV. Doch genug gekalauert: Das neue System «Be in – Be out» soll den Gebrauch des öffentlichen Verkehrs revolutionieren. Gegenwärtig läuft ein Politversuch.

Haben Sie schon mal im Stress vergessen, Ihr digitales Ticket zu aktivieren und wurden dann gebüsst? Der Schweizer ÖV plant nun das Ende des mühsamen «Check-in – Check out» (Cico). Bald soll das blosse Einsteigen in ein öffentliches Transportmittel reichen, um ein gültiges Billett zu besitzen.

Das neue System namens «Bibo» (Be in – Be out) soll automatisch erkennen, wenn man sich in einem solchen Fahrzeug befindet. Man steigt einfach ein und aus, bezahlt am Ende aber nur die tatsächlich gefahrene Strecke. Alliance Swisspass, die hinter dem Pilotversuch mit 3000 ausgewählten Personen steht, betont, dass so ärgerliche Bussen durch vergessenes Einchecken endlich der Vergangenheit angehören sollen.

Der Feldversuch soll ab Ende April klären, wie präzise die App die Fahrten und Preise im Alltag erfasst, bevor das System fest in die offizielle SBB-App integriert werden soll. Klassische Billette am Automaten und das bisherige Cico sollen aber weiterhin zur Verfügung stehen.

Trotz der automatischen Standorterfassung gibt es beim Datenschutz vorerst grünes Licht: Der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte (EDÖB) sieht keine grundsätzlichen Probleme und begleitet das Projekt engmaschig.

Eine Schwarznasenschaf-Mutter mit Lamm auf einer Alpwiese
Ein Blick auf diese Foto genügt, um zu verstehen, warum Schwarznasenschafe so beliebt sind: Sie haben einen hohen Jöö-Faktor. Keystone / Arno Balzarini

Zum Schluss noch ein leichteres Thema: Die Haltung von Schwarznasenschafen ist im Kanton Wallis geliebtes Hobby und Nebenerwerb vieler Bäuerinnen und Bauern. Bekannt wurden sie auch durch Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, die im Jura ebenfalls solche Schafe hält. Deren Fell wächst so stark, dass sie zweimal jährlich geschoren werden müssen. Doch wohin mit all der Wolle?

Es ist ein Verlustgeschäft: Das Scheren der Schwarznasenschafe kostet mehr, als der Verkauf der Wolle einbringt. Das sagt ein Bauer gegenüber SRF. Weil für die Kleiderproduktion feine Wolle benötigt wird, eignet sich jene der Schwarznasenschafe, die rau und kratzig ist, nicht dafür.

Laut dem Bericht sind die Lager des Grossabnehmers Swiss Wool «bereits übervoll», weshalb er im Wallis bereits seit zwei Jahren keine Wolle mehr abnehme. «Vielerorts landet die Wolle in der Kehrichtverbrennung.»

Nun haben Halterinnen und Halter aber Ideen gefunden, wie die Wolle trotzdem sinnvoll verwertet werden kann. So etwa als gefilzte Sitzkissen, für Plüschtiere oder Dekoartikel. Eine weitere Verwendung ist etwa im Garten. Denn in der Schafwolle habe es Stickstoff, den Pflanzen wie etwa Tomaten schätzen würden.

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