Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Was haben die Kleinparteien für Sie als Schweizer:in im Ausland im Angebot? Meine Kollegin Melanie Eichenberger hat vor den Wahlen deren Programme angeschaut. Die Spanne reicht von Kandidat:innen aus der Fünften Schweiz bis zu gar nichts.
Herzliche Grüsse aus Bern
Good News: Auch Kleinparteien haben Sie als Auslandschweizer:in als Zielgruppe entdeckt. Aber nicht alle.
Die Schweizer Parlamentswahlen sind gerade für die kleinen Parteien die Gelegenheit, sich auch mal ins Schaufenster zu stellen.
Nun gut, meine Kollegin Melanie Eichenberger hat die Programme von fünf Parteien mit einem überschaubaren Anhang unter die Lupe genommen.
Etwas salopp formuliert: Zwei Parteien mit religiösem Hintergrund haben die Swiss Abroad durchaus auf dem Radar.
Bei drei Splittergruppen von rechts und links dagegen spielen Sie keine Rolle. Mein Tipp: Nehmen Sie es sportlich!
- Was tun die kleineren Parteien für die Fünfte Schweiz? – die SWI-Analyse. Übrigens: Schöne Grüsse in die Ferien, Meli!
- Was tun die sechs grossen Parteien für die über 800’000 Schweizer:innen im Ausland? Balz Rigendinger hat diese Frage in der neusten Runde von «Let’s talk» profilierten Parlamentarier:innen gestellt, die alle gleichzeitig auch Mitglieder des Auslandschweizer-Rats sind. Hier geht’s zur ganzen Sendung.
- Die internationalen Sektionen von SVP, SP, FDP und weiteren finden Sie in unserem grossen Parteiencheck hier.
- Eidgenössische Wahlen 2023 – unser umfangreiches Dossier speziell für die Fünfte Schweiz.
- In 4 Wochen zum Demokratieprofi – jetzt anmelden! – der Crashkurs von swissinfo.ch respektive Isabelle Bannerman und mir für Schweizer:innen im Ausland, die in der Schweiz wählen und abstimmen wollen.
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Soziale Schweiz? Krankenkassenprämien sind in der Schweiz Kopfprämien.
Ob schwerreich oder mit einem unteren Durchschnittseinkommen: Die Versicherungsprämien für Krankheits- oder Unfallkosten sind in der Schweiz für alle gleich – zumindest innerhalb der einzelnen Krankenkassen.
Es ist, so ein Experte in unserem Artikel von letztem Dienstag zum neuerlichen Prämienschock von knapp neun Prozent für 2024, als wären arme Menschen zum Kauf einer Luxuslimousine gezwungen.
Jetzt reagiert die Linke und bringt eine alte Idee wieder aufs Tapet: Krankenkassenprämien, die sich nach dem Einkommen richten.
Tönt einfach und logisch, hat sich das System bei den Steuern doch längst bewährt.
Teile der politischen Mitte und die Rechten sehen das aber gar nicht so. Wetten, dass wir das Thema in der nächsten Legislatur wieder antreffen werden?
- Linke lanciert alte Idee neu: Wer mehr verdient, soll mehr zahlenExterner Link – SRF News.
- Neuer Prämienschock: Schweizer Haushalte ächzen noch mehr unter Gesundheitskosten – unser Bericht zum Prämienschock 2024.
- «Die finanzielle Lage ist dramatisch» – St.Galler Spitäler streichen rund 440 StellenExterner Link – Watson.
- Das Schweizer Gesundheitswesen kurz erklärt – unser Explainer.
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Historisches Urteil: Ein Schweizer Gericht hat ein ehemaliges Mitglied einer weissrussischen Todesschwadron freigesprochen.
Es war der erste «Weltgerichtsfall»: Ein Gericht im Kanton St. Gallen hat einen Prozess gegen einen Mann geführt, der von sich selber sagt, dass er in Weissrussland geholfen hat, 1999 drei politische Gegner von Diktator Lukaschenko verschwinden zu lassen. Im Klartext: Sie wurden ermordet.
Später stellte der 45-Jährige in der Schweiz ein Asylgesuch. Nach dessen Ablehnung schlüpfte er in die Rolle des Whistleblowers und packte über die Verbrechen aus, an denen er beteiligt gewesen sein soll.
Obwohl er Tat und Tatorte minutiös beschrieb, sprach ihn das Gericht heute frei. Es folgte dem Argument der Verteidigerin, die sagte, dass die Straftat bereits 2016 verjährt sei.
- Freispruch für ehemaliges Mitglied von weissrussischer TodesschwadronExterner Link – Bericht im Tages-Anzeiger.
- Belarus ist nicht die Ukraine – Interview mit Regisseur Pawel Siczek über seinen Schweizer Dokumentarfilm «This Kind of Hope», in dem er die Situation in Belarus zeigt.
- «Der Kreml merkt, wie unpopulär Lukaschenko ist» – Sicherheitsexperte Benno Zogg im swissinfo.ch-Interview von 2021.
Die neutrale Schweiz war und ist ein Paradies für Spione. Und Spioninnen. Ursula Kuczynski war eine von ihnen – während des Zweiten Weltkriegs.
Damals wurde die Schweiz gehasst und hoch geschätzt zugleich: Sie lieferte Kriegsmaterial an Hitler – und sie war eine Drehscheibe für Informationen von allen Seiten und aus allen Erdteilen.
Ihre zwei Kinder verliehen «Ursula Schulze», als die sie sich ausgab, eine hervorragende Tarnung als harmlose Mutter.
Was niemand wusste: Sie war eine der besten Spioninnen im Dienst von Moskau und baute in der Schweiz ein Spionagenetz mit mehreren Agenten auf.
Sie musste die Schweiz Ende 1940 auf Befehl der Zentrale verlassen. Ihr Netzwerk aber funkte im Frühling 1941 nach Moskau, dass ein Angriff Hitlers auf Russland unmittelbar bevorstehe. Nur dumm, dass Stalin dem Bericht von «Schulzes» Top-Agenten nicht geglaubt hatte.
- Die wichtigste Spionin des 20. Jahrhunderts: Agentin «Sonja» und ihre Verbindungen in die SchweizExterner Link – Neue Zürcher Zeitung (Paywall).
- Die Schweiz und die Spionage: Passiv aus Tradition – Bericht von Kollege Giannis Mavris über den Hotspot Genf.
- Nylon, Nazis und Betriebsspionage – SWI-Recherche von Regula Bochsler.
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