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Swiss Life/AWD Österreich sieht sich mit Sammelklage konfrontiert

Dieser Inhalt wurde am 18. November 2009 - 14:10 publiziert

Zürich (awp) - Die Swiss-Life-Tochtergesellschaft AWD muss sich in Österreich mit einer Sammelklage auseinandersetzen. Das Handelsgericht Wien hat die Sammelklage des österreichischen Verein für Konsumenteninformation (VKI) gegen den AWD Österreich als zulässig erklärt. Gegenstand der Klage sind Vorwürfe der "systematischen Fehlberatung" von Immofinanz-Anlegern durch AWD-Berater.
"Wir erneuern unser Angebot an den AWD, den Streitfall im Sinne der Geschädigten rasch zu klären", wird Peter Kolba, Leiter des VKI Rechtsbereichs, in einer Mitteilung vom Mittwoch zitiert. "Der AWD soll nun rasch auf den Einwand der Verjährung der bislang nicht eingeklagten Ansprüche verzichten. Dann können wir die Vorwürfe mit dieser ersten Sammelklage exemplarisch prüfen und im Lichte einer Musterentscheidung eine außergerichtliche Lösung anstreben - das wäre im Interesse aller."
Der Sammelklagen-Aktion des VKI - im Auftrag des Konsumentenschutzministeriums und mit Unterstützung des deutschen Prozessfinanzierers FORIS AG - haben sich 2'500 Anleger mit einem Gesamtschaden von rund 30 Mio EUR angeschlossen. Die erste Teilklage von 125 Personen mit einem Schaden von rund 2 Mio EUR wurde Ende Juni beim Handelsgericht Wien eingebracht. Ende September 2009 folgte die zweite Tranche von 145 Personen mit einem Schaden von wiederum rund 2 Mio EUR.
Die Klagen sei notwendig geworden, weil der AWD eine "systematische Fehlberatung" von Anlegern bis zuletzt immer bestritten habe und sich in allen Fällen auf in der Beratung regelmässig als blosse Formsache verharmloste und daher zumeist ungelesen unterzeichnete Gesprächsprotokolle berufen hatte, heisst es weiter.
Der VKI ist gemäss Mitteilung aber weiterhin bereit, über konkrete Angebote des AWD Österreich, des AWD Deutschland oder der Eigentümerin Swiss Life in aussergerichtliche Verhandlungen zu treten, heisst es weiter.
rt/uh

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