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Bern (awp/sda) - Dienstag, 1. März
SCHWEIZER WIRTSCHAFT WÄCHST KRÄFTIG: Das Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) ist 2010 um 2,6 Prozent und damit stärker als von vielen Analysten erwartet gewachsen. Das Wachstum kam insbesondere durch das starke Wachstum der Exportwirtschaft zu Stande, die nach markanten Einbrüchen im Krisenjahr 2009 letztes Jahr wieder ein Plus von über 10 Prozent aufwies. Gemäss den Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) wurde bei den Warenexporten selbst im vierten Quartal noch ein Plus von 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, obwohl der Franken gegenüber dem Euro zuvor noch nie so viel wert war.
GEORG FISCHER SCHREIBT SCHWARZE ZAHLEN: Der Schaffhauser Industriekonzern Georg Fischer schrieb 2010 nach einem Verlust von 238 Mio. Fr. im Vorjahr wieder einen Gewinn von 138 Mio. Franken. Der Umsatz stieg 2010 dank einer deutlich besseren Auftragslage um knapp ein Fünftel auf 3,45 Mrd. Franken. Der Auftragseingang erhöhte sich um ein Viertel auf 3,63 Mrd. Franken. Gründe für das gute Abschneiden sind gemäss dem traditionsreichen Hersteller von Röhren, Autoteilen und Werkzeugmaschinen die anziehende Weltkonjunktur und der Abbau von über 2000 Stellen ab Mitte 2009.
KÜHNE+NAGEL MELDET REKORDGEWINN: Der Logistikkonzern Kühne+Nagel hat im vergangenen Jahr wieder mehr umgesetzt. Der Umsatz stieg um 16,4 Prozent auf 20,261 Mrd. Franken. Der Betriebsgewinn (EBIT) legte um knapp 29 Prozent auf 765 Mio. Fr. zu. Genauso stark verbesserte sich der Reingewinn, der 601 Mio. Fr. erreichte. Das ist gemäss Kühne+Nagel das beste Resultat der Firmengeschichte. Die Konjunkturerholung aber insbesondere saftige Sparmassnahmen und die Verbesserung der internen Geschäftsabläufe trugen Früchte. Nun will der Konzern durchstarten und bis 2014 sein Geschäft in etwa verdoppeln.
BARGELD NUR NOCH AUS BERN UND ZÜRICH: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) schliesst Ende 2012 ihre Kassenstelle in Genf. Grund dafür sind die für einen wirtschaftlichen Betrieb der Kassenstelle zu kleinen Einzahl- und Auszahlmengen in der Rhonestadt. Die Bargeldlogistik der SNB erfolgt fortan nur noch von Zürich und Bern aus sowie über die 13 von Kantonalbanken geführte Agenturen. Von der Schliessung betroffen sind 15 Mitarbeiter, dank vorzeitigen Pensionierungen und internen Stellenwechseln soll es gemäss SNB aber zu keinen Entlassungen kommen.
BASLER ZEITUNG LAGERT DRUCK AUS: Die Basler Zeitung Medien lagert per 1. April 2011 ihre Zeitungsdruckerei in eine separate Aktiengesellschaft aus. Wie das Medienunternehmen mitteilte bleibe "Die Zeitungsdrucker AG" voll in ihrem Besitz. Sämtliche bisherigen 102 Angestellten würden übernommen. Hinter der Ausgliederung stünden keine Verkaufs-Absichten, liess das Unternehmen verlauten. Die Eigenständigkeit soll der neuen Druckerei-Tochter neue Möglichkeiten am Markt eröffnen. Den Verwaltungsrat der neuen Druckerei-Tochter präsidiert BZM-Verleger und -Verwaltungsratspräsident Moritz Suter. Der Schritt habe sich angesichts der aktuellen Auslastung von rund 60 Prozent aufgedrängt. Stark erodiert ist der Grossauftrag der Coop-Zeitung. Zudem war der BZM ein "20 Minuten"-Auftrag abhanden gekommen.
SIKA WILL MELTMARKTFÜHRER WERDEN: Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika hat seinen Umsatz weltweit nach dem Rückgang im Vorjahr wieder um 6,3 Prozent auf 4,42 Mrd. Franken gesteigert. In Lokalwährungen wuchs Sika 2010 um 10,2 Prozent. Der Reingewinn kletterte um 37,7 Prozent auf 225,7 Mio. Franken. Sika ist 2010 in den Schwellenländern rasant gewachsen. Nun will die Zuger Gruppe in all ihren Geschäften Weltmarktführerin werden. Dazu plant Sika auch Firmenübernahmen, welche den Umsatz um 1 bis 1,5 Mrd. Fr. erhöhen sollen, wie Konzernchef Ernst Bärtschi sagte. Gesamthaft soll sich der Konzernumsatz in fünf bis sieben Jahren auf 8 Mrd. Fr. fast verdoppeln.
GLEICHE TARIFE FÜR MÄNNER UND FRAUEN: Versicherungen in der EU müssen künftig geschlechtsneutrale Tarife für Frauen und Männer anbieten. Das Geschlecht als Risikofaktor in die Berechnung einzubeziehen, sei diskriminierend, befand der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem Urteil. Zur Begründung verweisen die Richter in Luxemburg auf die EU-Gleichstellungsrichtlinie aus dem Jahr 2004. Bis zum 21. Dezember 2012 müssen Versicherer und Regierungen nun nach dem Urteil Verträge und Gesetze entsprechend ändern. Für die Schweiz sind Urteile des EuGH nicht bindend. Das Bundesgericht hielt 2004 fest, dass bei Urteilen des EuGH zu grundrechtlichen Fragen - wie also im vorliegenden Fall - keine Bindungswirkung für die Schweiz bestehe. Schweizer Versicherungen lehnten bisher eine einheitliche Prämie ab.
KONJUNKTURLOKOMOTIVE DEUTSCHLAND: Deutschland wird nach Einschätzung von Konjunkturexperten auch 2011 die am stärksten wachsende Volkswirtschaft in der Eurozone sein. Die Statistiker der EU-Kommission rechnen in ihrer neuen Prognose mit einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 2,4 Prozent. Ihre bisherigen Wachstumserwartungen korrigierten sie damit um 0,2 Prozentpunkte nach oben. Die Bundesregierung war im jüngsten Jahreswirtschaftsbericht nur von einem Plus beim BIP von 2,3 Prozent ausgegangen. Im EU-Schnitt rechnen die Brüsseler Experten nun mit einem realen BIP-Wachstum von 1,8 Prozent und von 1,6 Prozent in der Eurozone. Beide Zahlen wurden im Vergleich zur Herbstprognose um 0,1 Prozentpunkt heraufgesetzt. Die höchste Wachstumsrate in der EU erwarten die Statistiker in Polen mit einem Plus von 4,1 Prozent. Am Ende der Liste befinden sich Spanien (plus 0,8 Prozent) und Italien (plus 1,1 Prozent).
EU-KOMMISSARIN WILL FRAUENQUOTE: Die EU-Kommission setzt den Unternehmen bei der Förderung von Frauen in Führungspositionen Ultimatum. Die börsennotierten Unternehmen sollten sich selbst dazu verpflichten, den Frauenanteil in den Geschäftsleitungen bis 2015 auf 30 Prozent und bis 2020 auf 40 Prozent zu steigern. Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2012 werde die Kommission prüfen, ob es Fortschritte in diese Richtung gegeben habe. EU-Justizkommissarin Viviane Reding sagte, das sei die letzte Chance für die Selbstregulierung. Wenn nichts passiere, werde sie ihre regulatorische Kreativität einsetzen.
US-AUFSCHWUNG STIMMT NOTENBANKCHEF OPTIMISTISCH: Angesichts der anziehenden Konjunktur hellt sich die Stimmung von US-Notenbankchef Ben Bernanke etwas auf. Es bestehe trotz andauernder Probleme "Grund zu Optimismus für die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den nächsten Quartelen", sagte Bernanke vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Er sehe inzwischen mehr und mehr Anzeichen für einen selbsttragenden Aufschwung; allerdings müsste sich die Lage am Arbeitsmarkt, der Achillesferse der US-Konjunktur, nach der Krise erst noch nachhaltig bessern.

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