Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Bern (awp/sda) - Mittwoch, 16. März
STRAFANZEIGE GEGEN GIORGIO BEHR: Die Finanzmarktaufsicht (FINMA) hat gegen den Industrieinvestor Giorgio Behr Strafanzeige erstattet. Behr soll beim Versuch der Übernahme des Schleifmittel-Herstellers sia Abrasives mit Hilfe der Bank am Bellevue die Offenlegungspflicht schwer verletzt haben. Die Bank am Bellevue, bei der Behr einer der Mitbegründer und bis 2005 auch Verwaltungsrat war, habe ihre Organisations- und Gewährspflichten ebenfalls schwer verletzt, teilte die FINMA mit. Gegen die Bank seien diverse Massnahmen eingeleitet worden, um organisatorische Mängel zu beheben. Gleichzeitig droht ihr die FINMA für den Wiederholungsfall mit dem Entzug der Banklizenz. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück, Behr will Beschwerde einlegen.
KURSABSTURZ NACH GEWINNWARNUNG: Der Hörgerätehersteller Sonova hat seine Gewinn- und Umsatzziele für das laufende Geschäftsjahr 2010/1011 nach unten korrigiert. Der Rückruf eines Produkts und Probleme im US-Markt würden das Ergebnis belasten. Insgesamt dürfte der Umsatz um 105 bis 115 Mio. Fr. schlechter ausfallen als erwartet. Das Unternehmen stellte dennoch einen im Vergleich zum Vorjahr von 1,5 auf 1,6 Mrd. Fr. gesteigerten Umsatz in Aussicht. An der Schweizer Börse geriet die Sonova-Aktie stark unter Druck. Wegen der Gewinnwarnung rutschte der Titel über 20 Prozent ins Minus.
ALLIANZ SUISSE VERDREIFACHT GEWINN: Die Schweizer Tochter des deutschen Versicherungsriesen Allianz hat im vergangenen Jahr mit 565,5 Mio. Fr. fast dreimal so viel Gewinn eingefahren wie 2009. Grossbrände haben aber die Schadenbilanz verschlechtert. Der Gewinnsprung hänge stark mit dem Verkauf der Töchter Alba und Phenix zusammen, berichtete der Versicherer. Beim operativen Gewinn legte die Allianz Suisse um 5,2 Prozent auf 306,7 Mio. Fr. zu. Die Prämieneinnahmen stiegen dank der beruflichen Vorsorge (BVG) um 1,8 Prozent auf 3,82 Mrd. Franken.
BUCHER INDUSTRIES WIEDER MIT GEWINN: Die Industriegruppe Bucher ist 2010 weit in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nach einem Verlust von 24,4 Mio. Fr. im Vorjahr, erreichte Bucher Industries wieder einen Gewinn von 97,7 Mio. Franken. Das Unternehmen verweist im Communiqé auf im Vorjahr umgesetzte Restrukturierungen und schreibt auch von einer hohen Ausgabendisziplin. Der Umsatz sank dagegen um 5,1 Prozent auf 2,033 Mrd. Franken. Währungsbereinigt ist er um 0,4 Prozent leicht gestiegen. Für das laufende Jahr stellt Bucher Industries bei stabilen Wechselkursen eine Steigerung von Umsatz und Ergebnis in Aussicht. Der Konzern stützt sich dabei auf den Auftragseingang, der 2010 um 23,3 Prozent auf 2,217 Mrd. Fr. in die Höhe geklettert ist.
CHAM PAPER LEIDET UNTER FRANKENSTÄRKE: Der Spezialpapierproduzent Cham Paper hat 2010 einen Reinverlust von 1,8 Mio. Fr. hinnehmen müssen. Der operative Gewinn (EBIT) sank im Vergleich zum Vorjahr wegen des starken Frankens um 61,8 Prozent auf 8,4 Mio. Franken. Da sich das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum von 8,6 Prozent auf 339,5 Mio. Fr. wieder auf Wachstumskurs befindet, gibt sich der Verwaltungsrat trotzdem optimistisch. Er hat entschieden, die Produktion in den italienischen Werken auszubauen. Auch der Bau einer Fabrik in China sei denkbar.
SCHLATTER AUS DEN ROTEN ZAHLEN: Der Schweissanlagen- und Webmaschinenhersteller Schlatter hat im vergangenen Jahr eine schwarze Null geschrieben. Der Konzerngewinn lag bei 0,2 Mio. Franken, der Betriebsgewinn (EBIT) bei 0,4 Mio. Franken. Nach einem Betriebsverlust von 18,9 Mio. Fr. im Vorjahr kehrt das Zürcher Unternehmen damit in die Gewinnzone zurück. Dies sei auf umfangreiche Restrukturierungsmassnahmen und auf den Verkauf eines Grundstücks in Schlieren zurückzuführen, hiess es. Der Umsatz schrumpfte hingegen um 5,5 Prozent auf 119,7 Mio. Franken.
WALLISER KANTONALBANK MIT REKORDERGEBNIS: Die Walliser Kantonalbank (WKB) hat 2010 das neunte Rekordergebnis in Folge erzielt. Der Jahresgewinn stieg um 6,6 Prozent auf 51,7 Mio. Franken. Die Bilanzsumme übertraf erstmals die 10-Milliarden-Grenze. Sie stieg von 9,995 auf 10,332 Mrd. Franken. Seit Anfang 2008 wuchs die Bilanzsumme um satte 26,3 Prozent. Im vergangenen Jahr allein kletterte das Hypothekarvolumen um 9,1 Prozent auf 6,422 Mrd. Franken. Die WKB habe an ihrer von Vorsicht geprägten Kreditbewilligungspolitk festgehalten, hiess es.
GEWINNSPRUNG BEI BFW LIEGENSCHAFTEN: Das Thurgauer Immobilienunternehmen BFW Liegenschaften hat im vergangenen Jahr durch den Verkauf von 28 Liegenschaften seinen Gewinn auf 17 Mio. Fr. mehr als verdoppelt. Durch die Veräusserungen gingen gleichzeitig auch die Mieterträge und die Unterhaltskosten zurück. Da gleichzeitig die Personal- und Verwaltungskosten deutlich gesenkt wurden, stieg der Betriebsgewinn (Ebit) sogar um 66 Prozent auf 28,3 Mio. Franken.
BALOISE ÜBERNIMMT NATEUS: Die Versicherungsgruppe Baloise expandiert weiter in Belgien. Mit der Übernahme der Versicherung Nateus tätigt Baloise die zweite Akquisition in Belgien innerhalb eines Jahres. Der Kaufpreis wird erst nach Abschluss der Übernahme festgelegt, was im zweiten Halbjahr 2011 der Fall sein sollte, wie Baloise mitteilte. Die Baloise übernimmt die Gesellschaften Nateus und Nateus Life von der belgischen Ethias. Die beiden Versicherungen erzielten im Jahr 2010 zusammengerechnet ein Prämienvolumen von 342 Mio. Euro, wovon 53 Prozent von den Lebensversicherungen stammen.
ABB STEIGT BEI NOVATEC SOLAR EIN: ABB expandiert im Geschäft mit Solarenergie. Der Elektrotechnikkonzern übernimmt 35 Prozent an der in der Solarthermie tätigen Novatec Solar. ABB hat die Option, den Anteil auf 100 Prozent zu erhöhen und Kooperationen für künftige Solarkraftwerksprojekt einzugehen. Finanzielle Details wurden nicht genannt.
NIKKEI GEWINNT TERRAIN ZURÜCK: Die Tokioter Aktienmärkte haben sich nach den Panikverkäufen vom Vortag trotz der Eskalation der Atomkatastrophe wieder erholt. Ein neues Feuer im Kernkraftwerk Fukushima und die Sorge um die Strahlenfreisetzung schürten allerdings weiter die Nervosität der Investoren. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg um 5,7 Prozent auf 9093 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index rückte um 6,6 Prozent auf 817 Zähler vor. Auch die Börsen in Singapur, China, Korea und Australien lagen im Plus. Die japanische Notenbank stützte das Finanzsystem erneut mit einer Geldspritze in Milliardenhöhe.
ÖL WEGEN BAHRAIN UND JAPAN TEURER: Der sich zuspitzende Konflikt im arabischen Inselstaat Bahrain hat dem Ölpreis neuen Auftrieb gegeben. Anleger fürchten eine Ausweitung der Unruhen auf den weltgrössten Öl-Exporteur Saudi-Arabien, der Bahrain seit Montag mit Soldaten unterstützt. Zudem spekulierten Anleger laut Händlern auf eine steigende Ölnachfrage aus Japan, da dort nach der verheerenden Strahlenkatastrophe künftig weniger Strom in Atomkraftwerken produziert werden könnte. Das Nordsee-Öl Brent stieg nach dem deutlichen Preissturz vom Vortag um mehr als zwei Prozent auf 110,60 Dollar je Fass.
HÖHERE TEUERUNG: Die Inflationsrate ist im Februar in Europa weiter stark angestiegen. Eurostat gab die Preiserhöhungen im Jahresvergleich mit 2,4 Prozent für den Euroraum und mit 2,8 Prozent für die EU-27 bekannt. Dies bedeutet gegenüber Januar jeweils einen Anstieg um 0,1 Prozentpunkte. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht nur bei Raten von bis zu zwei Prozent von Preisstabilität.
EINHEITLICHE STEUERBEMESSUNG: Die EU-Kommission geht ihren Weg Richtung Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung weiter. Mit dem Ziel, Hindernisse für den Binnenmarkt zu beseitigen, schlug sie ein System für die Bemessungsgrundlage einer gemeinsamen konsolidierten Steuer vor. EU-weit tätige Unternehmen müssen die Steuerbemessungsgrundlage momentan nach den verschiedenen Regeln in 27 EU-Mitgliedstaaten ermitteln. Mit dem neuen Vorschlag könnten sie die Grundlage nach einheitlichen Regeln berechnen, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte.

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???