Untersuchung entlastet Medizinprofessor der Uni Zürich
Eine Untersuchung der Universität Zürich hat den Medizinprofessor Adriano Aguzzi von wissenschaftlichem Fehlverhalten entlastet. Ein ehemaliger Mitarbeiter soll Forschungsergebnisse gefälscht haben.
(Keystone-SDA) Aguzzi trug die wissenschaftliche Verantwortung, wie die Uni Zürich am Donnerstag mitteilte. Doch könne ihm weder vorsätzliches noch fahrlässiges wissenschaftliches Fehlverhalten nachgewiesen werden.
36 Publikationen wurden untersucht, die zwischen 1996 und 2023 erschienen. Dabei seien bei sieben Publikationen wissenschaftlich relevante Fehler entdeckt worden. Aguzzi war jeweils Letztautor und wissenschaftlich verantwortlich.
Der Professor für Neuropathologie erhielt für seine Arbeiten zahlreiche Auszeichnungen. So überreichte die belgische Königin Mathilde ihm im Jahr 2017 den mit 250’000 Euro dotierten Baillet Latour Health Prize für seine «bahnbrechenden Studien über die Ursachen von neurologischen Erkrankungen, die durch Prionen verursacht werden».