Urner Landrat will keine Kandidatur für National Winter Games 2032
Das Urner Kantonsparlament will von einer möglichen Kandidatur für die National Winter Games 2032 in Uri nichts wissen. Der Landrat folgte am Mittwoch der Regierung und lehnte ein Postulat von Noel Baumann (GLP) mit 52 zu 5 Stimmen bei einer Enthaltung ab.
(Keystone-SDA) Landrat Noel Baumann (GLP) sowie Mitunterzeichnende aus SP und FDP forderten den Regierungsrat auf, die Durchführung des Wintersportanlasses für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung zu prüfen. Es gehe nicht um eine sofortige Kandidatur, sagte Baumann am Mittwoch, sondern um eine «Machbarkeitsprüfung, die aufzeigen solle, ob und unter welchen Voraussetzungen sich der Kanton für eine Austragung bewerben könnte», so der Landrat.
Kritischer sah es der Regierungsrat. Es sei zwar ein hehres Anliegen, sagte Bildungs- und Kulturdirektor Georg Simmen (FDP). «Der Kanton Uri ist aber schlicht zu klein für einen solchen Anlass.» Auch die möglichen Kosten bereiteten der Exekutive Sorgen, wie sie in ihrem Bericht an den Landrat schrieb. Ohne hohe finanzielle Unterstützung und eine Trägerschaft über die Kantonsgrenzen hinaus sei eine Austragung «finanziell und infrastrukturell unrealistisch», hiess es. Weitere Wortmeldungen aus dem Landrat gab es zum Vorstoss nicht.
Die National Winter Games sind der grösste nationale Wintersportanlass für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Der Anlass findet in der Regel alle vier Jahre in den Sportarten Curling, Langlauf, Schneeschuhlaufen, Ski, Snowboard und Unihockey statt. Die nächsten Spiele werden im März 2028 in Chur ausgetragen.