The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Vincenz fordert vor Zürcher Obergericht vollen Freispruch

Keystone-SDA

Der frühere Raiffeisen-Chef hat am Dienstag vor Zürcher Obergericht einen vollen Freispruch für sich gefordert. Er betonte, er habe sich nicht persönlich bereichert. Allfällige Interessenskonflikte seien ihm "nicht bewusst gewesen".

(Keystone-SDA) Die Raiffeisen kaufte Firmen auf, an denen sich Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz im Vorfeld beteiligt hatte. Für den damaligen Bankchef offenbar kein Interessenskonflikt. Er habe wohl zu wenig Fokus auf dieses Thema gelegt, sagte der 70-Jährige.

«Ich kriege Schnappatmung»

Vincenz brauchte gar das Wort «Unerfahrenheit». Beim Gerichtsvorsitzender kam dies jedoch schlecht an. «Ich kriege Schnappatmung», sagte er. «Jemand in Ihrer Position und mit Ihrem Lebenslauf kann sich doch nicht auf Unerfahrenheit berufen.» Schliesslich sei Vincenz da schon mehrere Jahre Chef der Raiffeisen gewesen.

Vincenz bestritt zudem, seine Position ausgenutzt zu haben, um die Übernahmeentscheidungen der Raiffeisen zu steuern. «Diskussionen gab es natürlich, aber Gremien beeinflusst habe ich nicht.» Der Prozess gegen den gefallenen Star-Banker wird am Nachmittag um 14.30 mit der Befragung von seinem früheren Kompagnon Beat Stocker fortgesetzt.

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft