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Vossloh überdenkt nach Rückschlag in China die mittelfristige Planung

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2009 - 10:40 publiziert

WERDOHL (awp international) - Der Verkehrstechnik-Konzern Vossloh wird seine mittelfristige Planung überdenken, hat doch der Konzern einen Grossauftrag aus China nicht erhalten. "Der Planungsprozess läuft gerade", sagte ein Sprecher am Donnerstag auf Anfrage der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Am 3. Dezember werde das Unternehmen seine Planzahlen für 2010 und 2011 veröffentlichen. "Die Prognose für 2009 steht." In diesem Jahr will Vossloh sein Geschäft nahezu stabil halten, im kommenden Jahr streben die Sauerländer nach bisherigem Stand noch ein Umsatz- und Gewinnwachstum an.
Vossloh hatte am Vortag eingeräumt, einen erhofften, geschätzt 170 Millionen Euro schweren Auftrag für Schienenbefestigungen aus China nicht bekommen zu haben. Drei von vier Teilaufträgen waren an chinesische Wettbewerber gegangen, nur ein Teil ist noch offen. Seit 2006 hatte Vossloh zweimal Aufträge in ähnlicher Grössenordnung vom chinesischen Staat ergattern können, was die Erwartungen im Markt hatte steigen lassen. Entsprechend drastisch war die Börsenreaktion am Mittwoch: Die Aktie büsste fast 5 Prozent ein. Am Donnerstagmorgen fiel das Papier weiter leicht.
"Es ist keine Gesetzmässigkeit, dass wir jeden Auftrag bekommen, um den wir uns bewerben", sagte der Sprecher. Branchenkenner gehen jedoch davon aus, dass schon bald die nächsten Ausschreibungen aus China kommen werden. Denn das Land baut sein Hochgeschwindigkeitsnetz massiv aus. Nicht zuletzt dank der zwei alten Aufträge für Schienenbefestigungen war Vossloh bis dato glimpflich durch die Wirtschaftskrise gekommen./das/wiz

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