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Wieder mehr Interesse an den «Mediterranen Nächten» in Zürich

Keystone-SDA

An den diesjährigen "Mediterranen Nächten" machen in diesem Sommer rund 80 Zürcher Gastrobetriebe mit. Ein Selbstläufer sind die verlängerten Öffnungszeiten für die Lokale keineswegs. In früheren Jahren lohnte sich die Teilnahme für viele von ihnen nicht.

(Keystone-SDA) Vor allem für Barbetriebe seien die «Mediterranen Nächte» ein grosses Bedürfnis, teilte die Bar & Club Kommission Zürich am Mittwoch mit. Das Interesse an der Sommerferien-Aktion habe in diesem Jahr wieder zugenommen.

Bei den «Mediterranen Nächten» können Gastrobetriebe mit Gartenwirtschaft an sechs Wochenenden bis um 2 Uhr geöffnet haben. Normalerweise müssen sie um Mitternacht schliessen. Beginn der diesjährigen Aktion ist an diesem Freitag.

Im vergangenen Jahr nur noch 60 Betriebe

Bei der Erstauflage vor fünf Jahren hatten noch rund 140 Betriebe teilgenommen, im vergangenen Sommer waren es nur noch 60. Viele Gastronominnen und Gastronomen hatten sich durch die Verlängerung der Öffnungszeiten deutliche Mehreinnahmen versprochen.

Ist das Lokal aber nicht bis am Schluss voll besetzt, geht die Rechnung wegen der Personalkosten für viele nicht mehr auf. Dies zeigte eine Befragung bei den teilnehmenden Betrieben nach den ersten zwei Jahren.

Verschiedene Quartiervereine standen dem Projekt anfänglich kritisch gegenüber. Sie befürchteten, dass die sowieso schon hohe Lärmbelastung durch die längeren Öffnungszeiten weiter zunehmen wird. Deutlich mehr Lärmklagen gab es wegen der Aktion jedoch nicht.

Auch in diesem Jahr können sich Anwohnerinnen und Anwohner bei einer Lärm-Hotline melden. Livemusik und Lautsprecher sind bei den «Mediterranen Nächten» nicht erlaubt.

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