«Klare Mehrheit für die Erhaltung des Gebührenmodells»
71,6% Nein, 28,4% Ja zur Volksinitiative "No Billag": "Das klare Resultat, auch in allen Kantonen, bedeutet, dass praktisch alle gesellschaftlichen Gruppen die Initiative verworfen haben", sagt Lukas Golder, Ko-Leiter des Forschungsinstitutes gfs.bern.
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Die Stimmbeteiligung habe mit 54% «sehr deutlich über dem Durchschnitt» gelegen, sagte der Politikwissenschaftler in seiner Analyse am Schweizer Fernsehen SRF. Das heisse, dass sich die Bürger intensiv mit beiden Seiten auseinandergesetzt hätten.
«Sie haben sich gefragt, ‚Was bringen mir die Gebühren? Was bringt mir das Angebot der SRG in allen vier Landessprachen?‘ Am Schluss entschied sich eine klare Mehrheit dafür, ein solches Modell zu erhalten», sagte Golder.
«Initiative war nicht radikal, sondern wichtig»
Eine wichtige Rolle wies Golder auch den Medien zu. Sie hätten von Beginn weg sehr stark über die Vorlage berichtet und seien mit der Tonalität ihrer Beiträge richtig gelegen. «Sie schrieben, dass die Initiative nicht derart radikal war, wie dies der Bundesrat darstellte, sondern, dass sie ein wichtiges Thema anspricht.»
Die Medien hätten insbesondere über die Frage geschrieben, was Service Public heute sei und wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk heute aussehen soll. «Die Debatte ist nötig und sie ist durch die Initiative angestossen worden», sagte der Politikanalyst.
Hier die Schlussresultate:
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