Holcim unschuldig an Vergiftungsfällen
Die Wasserverwaltung von Mexiko hat eine Tochterfirma der Zementfabrik Holcim im Zusammenhang mit Vergiftungsfällen in der Stadt Apaxco für unschuldig erklärt.
Elf Bauern kamen im März 2009 bei der Reinigung einer Abwasseranlage, die zwei Kilometer von der Fabrik Ecoltec entfernt liegt, ums Leben.
Gemäss offizieller Darstellung sind die Arbeiter ertrunken, nach
Ansicht einer Bürgerbewegung fielen sie Giftgasen zum Opfer, die sie während der Arbeit eingeatmet hätten. Laut der Bürgerbewegung stammten die giftigen Abwasser von Ecotec.
Die Bürgerbewegung der Stadt blockierte die Ecoltec Fabrik dieses Jahr und die Non-Profit-Gesundheitsorganisation Pro Salud (Für die Gesundheit) beschuldigte die Gesellschaft, illegale Abflussrohre gelegt zu haben, die Abwasser von Mexiko-Stadt in den Fluss Salado geführt haben sollen.
In der Farbrik kam es weiter zu zwei Unfällen, bei denen Ethylacrylat austrat. Die Fabrik steht seither still.
Gemäss der nationalen Wasserkommission Conagua, welche die Untersuchungen führte, «gibt es keine hydraulische Infrastruktur in den Anlagen von Ecoltec, um Restwasser auf nationales Territorium, inklusive den Boden, zuleiten.»
«Deshalb ist das Umleiten von Restwasser aus der Produktion von Ecoltec auf nationales Territorium unmöglich.» Mit dem Begriff «nationales Territorium», den Conagua in einer Stellungnahme gegenüber swissinfo.ch verwendet, ist das öffentliche Abwassersystem in Mexiko gmeint.
Im Juli hatte der Firmensprecher von Holcim, Roland Walker, die Vorwürfe gegenüber swissinfo.ch kategorisch bestritten.
Seit 2003 wandelt Ecoltec in Apaxco Batterien, Autoreifen und Gewerbeabfälle in Brennstoffe um und verwendet diese für die lokalen Zementfabriken.
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