Italienische Manager vor Bundesstrafgericht

Mehrere Ex-Manager und Mitarbeiter von Tochtergesellschaften des nationalen italienischen Stromversorgers Enel müssen sich in der Schweiz vor dem Bundesstrafgericht wegen Geldwäscherei verantworten.

Dieser Inhalt wurde am 22. Februar 2010 - 11:19 publiziert

Insgesamt sind sechs Italiener, darunter zwei Frauen, und ein Schweizer angeklagt. Sie sollen Schmiergelder von mehr als 20 Mio. Franken über Banken in Chiasso und Lugano gewaschen haben.

In der Anklageschrift werden die Kontenbewegungen detailliert aufgelistet. Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, teilweise banden- und gewerbsmässig gehandelt zu haben.

Am Prozess in Bellinzona haben sich der italienische Stromkonzern Enel sowie die beiden Tochterunternehmen Enelpower und Enel Produzione als geschädigte Zivilpartei konstituiert. Sie werden durch den bekannten Wirtschaftsanwalt Paolo Bernasconi vertreten.

Die Hauptverhandlung ist – mit Unterbrüchen - auf maximal elf Tage bis zum 12 . März angesetzt und wird von drei Richtern geleitet. Das Datum der Urteilsverkündung steht noch nicht fest.

Den verdächtigten Managern wird in Italien neben Korruption auch Hehlerei, Geldwäsche und Bilanzfälschung zur Last gelegt. Die Anklage des Procura von Mailand datiert vom August 2007. Der Prozess hat jedoch noch nicht stattgefunden.

Gerhard Lob in Bellinzona swissinfo.ch

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