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Bündner Regierung unterstützt Olympia-Kandidatur

(v.r.n.l.) Die Regierungsräte K. Huber und C. Lardi mit C. Brändli, Präsiden der Arbeitsgruppe Olympische Winterspiele Graubünden. Keystone

Die Bündner Regierung befürwortet grundsätzlich eine Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2010. Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit seien aber unabdingbar, weshalb auch andere Regionen in das Projekt einbezogen werden müssten.

Olympische Winterspiele seien aus wirtschaftlicher Sicht wünschbar und würden dem Kanton einen bedeutenden Nutzen bringen sowie zu einer Aufbruchstimmung und noch stärkeren Öffnung führen, erklärte die Bündner Regierung am Mittwoch (10.05.) zur Projektskizze der Arbeitsgruppe «Olympische Winterspiele Graubünden».

Entscheidend sei, dass sich die Vorteile nicht auf die Zeit der Vorbereitung und Durchführung beschränkten. Die Spiele müssten dem Kanton weitere Impulse für Investitionen und vielfältige Optimierungen im Tourismus und Infrastrukturbereich geben.

Die Regierung warnte jedoch auch vor Fehlinvestitionen, Überkapazitäten und übermässigen Umweltschäden. Ein volkswirtschaftlicher Nutzen komme deshalb nur zum Tragen, wenn die Spiele umweltverträglich und nachhaltig gestaltet werden könnten. Gerade im Interesse der nachhaltigen Nutzung der Infrastrukturen sei der Einbezug der Region Zürich, allenfalls auch von Einsiedeln oder Engelberg zu prüfen. Die Regierung will offiziell an die Stadt und den Kanton Zürich gelangen, um eine Mitwirkung sicherzustellen.

Die Regierung ist bereit, aktiv mitzuwirken und die entsprechenden Kredite zu beantragen. Sie teilt zugleich die Meinung der Initianten, dass sich das Bündner Volk zu einer Kandidatur äussern soll.

Um eine Volksabstimmung erfolgreich zu bestehen müssten die wesentlichen Gruppierungen von Politik, Wirtschaft und Umweltorganisationen in das Projekt einzubeziehen. Nötig sei eine breite Trägerschaft, die ein professionelles Projektmanagement gewährleiste.

Zum sorgfältigen Aufbau der Organisationsstrukturen schlägt die Regierung eine Task force vor, welche die Führung in der wichtigen Anfangsphase übernimmt. Die Regierung ist sich nach eigenen Angaben auch bewusst, dass eine Kandidatur möglicherweise nicht im ersten Anlauf erfolgreich ist und ein Zuschlag realistischerweise erst 2014 oder 2018 erwartet werden dürfe.

swissinfo und Agenturen

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