Bürgernahe Gemeinde-Verwaltungen schaffen
Die Schweiz hilft Jugoslawien, bürgernahe Gemeinde-Strukturen zu schaffen. 60 Beamte und Verwaltungs-Fachleute aus sieben serbischen Gemeinden werden zurzeit in der Schweiz ausgebildet.
Beispielweise Wasserversorgung oder Abfall-Beseitigung: In einer Wohngemeinde müssten die Strukturen für die Einwohner funktionieren. Das sei eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Stabilität, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Das gelte auch in der Bundesrepublik Jugoslawien, betonten die Fachleute der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)am Montag vor den Medien in Bern.
Nach dem Regierungswechsel im Oktober 2000 stünden Gemeinden und Verwaltungen in der Republik Serbien vor der Aufgabe, effiziente Infrastrukturen, Bürgernähe, ein System sozialer Sicherheit zu entwickeln. Unterstützung bietet die DEZA.
Studienwoche in der Schweiz
Ein Ausbildungs-Programm der DEZA hilft diesen Anliegen gerecht zu werden. Es beginnt mit Sofort-Massnahmen beim Aufbau kommunaler Infrastrukturen in vorerst sieben Städten.
Rund 60 Beamte und Verwaltungsfachleute aus diesen Gemeinden und Ministerien der Republik Serbien befinden sich zurzeit in der Schweiz. Durchgeführt wird die Studienwoche vom Schweizerischen Institut für Betriebsökonomie.
Mittels Fortbildungs-Massnahmen in Serbien und der Schweiz sollen die Kadermitarbeiter der betreffenden Stadtverwaltungen mit den Prinzipien moderner und bürgernaher Verwaltung vertraut gemacht werden.
Für die langfristige Entwicklungs-Zusammenarbeit mit den sieben städtischen Gemeinden der Republik Serbien ist eine Zeitdauer bis 2003 vorgesehen. Das Gemeinde-Entwicklungs-Programm ist Bestandteil der langfristigen Zusammenarbeit der DEZA mit Jugoslawien, in welche im laufenden Jahr 10 Mio. Franken investiert werden.
swissinfo und Agenturen
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