Pharmaindustrie mit Rekordumsatz
Der Schweizer Pharma-Markt ist im Jahr 2000 um 6,6% gewachsen und hat erstmals mehr als 5 Mrd. Franken umgesetzt. Die Steigerung lag unter dem Vorjahres-Ergebnis und um rund 3% hinter dem Wachstum des weltweiten Pharmamarktes.
Verglichen mit der Entwicklung in anderen europäischen Ländern liegt die Schweiz damit im Mittelfeld. Dies geht aus einer Studie hervor, die am Montag (30.04.) veröffentlicht wurde. In Auftrag gegeben wurde sie von den Importeuren pharmazeutischer Spezialitäten (vips) und dem Schweizer Pharma-Dachverband Interpharma.
Laut der Studie wuchs der weltweite Pharma-Markt im vergangenen Jahr um 10%. Am stärksten wuchs der US-Markt mit 14%. Der italienische Markt wuchs um 10%, die Märkte in Deutschland und Frankreich um je 8% der britische Markt um 5%.
Mehr eingenommen wegen höheren Preisen
Das Wachstum des Schweizer Marktes resultierte laut der Studie vorallem aus höheren Preisen bei neuen Medikamenten. Sie kompensierten damit den stagnierenden Absatz und Preissenkungen bei Medikamenten mit abgelaufenen Patenten, hiess es an der Medienkonferenz.
Die Pharmaindustrie macht für das Wachstum der Medikamentenkosten auch wirksamere Arzneimittel verantwortlich. Exemplarisch für bessere Heilerfolge seien die Behandlung von Aids und Brustkrebs, sagte Interpharma-Generalsekretär Thomas Cueni vor den Medien. So seien 1994 noch über 700 Menschen in der Schweiz an Aids gestorben, im letzten Jahr noch rund 40 Menschen. Seit kurzem stehe den Ärzten auch ein sehr wirksames Medikament gegen eine aggressive Form des Brustkrebses zur Verfügung.
swissinfo und Agenturen
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