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Zahl der Opfer des Massakers auf den Philippinen steigt

(Keystone-SDA) Manila – Einen Tag nach dem blutigen Massaker mit mindestens 24 Toten auf den Philippinen hat die Regierung hunderte zusätzliche Sicherheitskräfte in den Süden des Landes geschickt.
«Wir haben ein Bataillon mit 500 Soldaten in die Provinz Maguindanao verlegt, um die Täter aufzuspüren, sagte ein Armeesprecher. «Sie sollen zudem sicherstellen, dass es keine Racheakte gibt.» Unterdessen ist der Polizeichef der Provinz seines Amtes enthoben worden. Er soll an dem Massaker beteiligt gewesen sein.
Kern der beispiellosen Gewaltorgie ist offenbar eine politische Familienfehde. Der Militärsprecher bestätigte, dass die Verdächtigen zum Ampatuan-Clan gehören. Die Familie stellt unter anderem den Gouverneur der autonomen Region Muslimisch-Mindanao, mit Zaldy Ampatuan.
Die Opfer waren zum Teil Angehörige des Familie Mangudadatu; ein Familienmitglied wollte seine Kandidatur für ein Gouverneursamt einreichen. Auf dem Weg zur Registrierung hatten 100 Bewaffnete den Autokonvoi überfallen und 40 Menschen verschleppt, darunter mehrere Angehörige der Mangudadatus.
24 Leichen wurden bisher gefunden. Von den anderen Verschleppten fehlte noch jede Spur. Unter den Toten sollen auch mehrere Lokalreporter und Menschenrechtsanwälte sein.

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