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Zug unterstützt von Ewigkeitschemikalie Pfas betroffene Fischer

Keystone-SDA

Weil die Berufsfischer im Zugersee gefischte Hecht und Egli nicht mehr verkaufen dürfen, erhalten sie vom Kanton Zug eine Nothilfe. Sie erhalten damit eine Entschädigung für die Ertragsausfälle und die Entsorgung der Fische.

(Keystone-SDA) Seit November 2025 dürfen im Zugersee gefischte Hecht und Egli nicht mehr verkauft oder abgegeben werden. Grund dafür ist, dass diese Raubfische zu stark mit der Ewigkeitschemikalie Pfas belastet sind. Dieses Verbot gelte weiterhin, teilte die Zuger Direktion des Innern am Montag mit.

Im Zuger Teil des Kantons Zug gehen acht Berufsfischer ihrer Tätigkeit nach. Das Verkaufsverbot habe für sie erhebliche wirtschaftliche Folgen, erklärte die Direktion des Innern.

Gemäss der Mitteilung haben die Berufsfischer Pachtverträge, die bis Ende 2028 laufen. Bei Vertragsabschluss hätten sie davon ausgehen können, dass sie Hecht und Egli verkaufen könnten, hiess es in der Mitteilung. Sie hätten auch entsprechende Investitionen getätigt.

Um die Fischer zu unterstützen, sprach der Zuger Regierungsrat für das laufende Jahr einen Notkredit von 105’000 Franken. Damit sollen die Fischer für Ertragsausfälle und für die fachgerechte Entsorgung der unverkäuflichen Fische entschädigt werden. Zudem soll mit dem Geld eine Ökosystemstudie finanziert werden, welche aufzeigen soll, wie der Zugersee künftig bewirtschaftet werde könnte.

Die Berufsfischer können auch 2027 und 2028 mit einer Unterstützung rechnen. Diese wird dann aber nicht mehr über einen Notkredit, sondern über einen Kantonsratsbeschluss oder eine gesetzliche Grundlage finanziert, wie es in der Mitteilung hiess.

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