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Die ehemalige Tessiner Nationalrätin und Regierungsrätin Laura Sadis wäre bereit für den Sprung in den Bundesrat. (Archivbild)

KEYSTONE/KARL MATHIS

(sda-ats)

Die ehemalige Tessiner Regierungsrätin Laura Sadis steht als Nachfolgerin für Bundesrat Didier Burkhalter zur Verfügung - falls ihre Partei das wünscht. Dies sagte die 56-jährige Freisinnige der Zeitung "Schweiz am Wochenende".

Sie regt an, dass die Tessiner FDP in der parteiinternen Ausmarchung ein Zweierticket ins Rennen schickt, nämlich mit einem Mann und einer Frau. Sollte es aber wie von der Parteileitung bisher favorisiert nur eine Einer-Kandidatur aus dem Tessin geben, will Sadis dem Kronfavoriten und FDP-Fraktionschef Ignazio Cassis den Vortritt lassen.

Die Steuerexpertin aus Lugano sass von 1995 bis 2003 im Kantonsparlament, danach wechselte sie bis 2007 in den Nationalrat. Von 2007 bis 2015 gehörte sie der Tessiner Regierung an - 2015 war sie zu den Kantonswahlen nicht mehr angetreten. Damals begründete sie ihren Entscheid mit fehlendem Rückhalt in der Partei. Die Politikerin war bereits 2009 als Nachfolgerin für Bundesrat Pascal Couchepin im Gespräch.

Laura Sadis wirkte vor allem während ihrer letzten Amtszeit als ruhender Pol in hitzigen Grossratsdebatten. Dabei kritisierte sie die Ausdrucksweise, aber auch das Verhalten und die mangelnde Kompromissbereitschaft in der Tessiner Politikwelt. Seit 2015 sitzt Sadis im Verwaltungsrat der AlpTransit Gotthard AG. Auch im Verwaltungsrat der Mobiliar-Versicherung ist sie vertreten.

Noch keine offiziellen Kandidaturen

Bis kommenden Montag will die Tessiner FDP-Führung ihre Beratung für die möglichen Bundesratskandidaten beenden. Bislang sind bei der kantonalen Partei offiziell noch keine Gesuche eingegangen. Das Ticket wird erst am 1. August präsentiert.

Für das Tessiner Kandidatenkarussell sind neben Sadis bisher zwei weitere ernstzunehmende Kandidaten im Gespräch. Nationalrat und FDP-Fraktionschef Ignazio Cassis hat bisher Interesse bekundet, aber offen gelassen, ob er kandidiert. Der 56-jährige Mediziner ist vielsprachig und gilt in Bern als gut vernetzt - im Parlament ein potenzieller Vorteil gegenüber seinen beiden potenziellen Mitbewerbern.

Als dritter im Bunde der Kandidaten wird der amtierende Tessiner Wirtschafts- und Finanzdirektor Christian Vitta gehandelt. Der Ökonom ist seit 2015 im Amt und zugleich Vizepräsident der FDP Schweiz und seit 2016 Mitglied des Bankrats der Schweizerischen Nationalbank. Vitta präsidiert ausserdem die Regierungskonferenz der Gebirgskantone. Mit 44 ist er der jüngste von den drei möglichen Kandidaten.

SDA-ATS