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United und Continental fusionieren zu weltgrösster Airline

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 15:13 publiziert
(Keystone-SDA)

Houston/Chicago - United Airlines und Continental Airlines schliessen sich zur weltgrössten Fluggesellschaft zusammen. Die beiden US-Unternehmen wollen in dem hart umkämpften Markt jährlich mehr als eine Milliarde Dollar sparen.
Geplant sei "eine Fusion unter Gleichen", wobei United faktisch Continental für 3,2 Mrd. Dollar in Aktien übernimmt, teilten beide Airlines mit. Entstehen soll ein Unternehmen mit rund 29 Mrd. Dollar Umsatz, etwa 90'000 Mitarbeitern und knapp 700 Flugzeugen.
Damit überflügeln die beiden Airlines den Weltmarktführer und heimischen Rivalen Delta bei Umsatz und Passagierzahlen. Geführt werden soll der neue Konzern von Continental-Chef Jeff Smisek.
Über die Fusion, die noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden muss, war schon seit Tagen spekuliert worden. Die zwei Airlines sind bereits über das Luftfahrt-Bündnis Star Alliance miteinander verflochten, dem auch Lufthansa und ihre Tochter Swiss angehören.
Bisherige Aktionäre der United-Mutter UAL sollen nach dem Zusammenschluss etwa 55 Prozent der Anteile an der neuen Firma halten.
Die Übernahme erfolgt über einen Aktientausch, Geld fliesst keines. Dabei erhalten Anleger von Continental für jede ihrer Aktien 1,05 UAL-Aktien. Durch die Fusion werden Einmalkosten von etwa 1,2 Mrd. Dollar binnen drei Jahren erwartet.
Die neue Gesellschaft soll United Continental Holdings heissen und ihren Hauptsitz in Chicago haben. Auf den Flugzeugen prangen künftig beide Namen.
Continental Airlines ist bislang die weltweit fünftgrösste Fluggesellschaft mit rund 43'000 Mitarbeitern und 12,5 Mrd. Dollar Jahresumsatz. United Airlines ist die Nummer Drei in den USA, beschäftigt 46'000 Mitarbeiter weltweit und setzte 2009 etwa 16,3 Mrd. Dollar um.
Beide Airlines haben nach früheren Angaben keine Überlappungen bei ihren Drehkreuzen und auch nicht bei ihren zehn wichtigsten einheimischen Nonstop-Flügen.
Experten erwarten, dass die Wettbewerbsbehörden die Fusion durchwinken. Allerdings müsste sich die neue Gesellschaft wohl von einigen Routen oder Geschäftsbereichen trennen.

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