Als Zürcher Hundehalter Angst um ihre Lieblinge hatten
Im Jahr 1967 herrschte in den Tierarztpraxen wie hier am Zürcher Tierspital Hochbetrieb. Viele Hundehalterinnen und Hundehalter wollten ihre Tiere gegen Tollwut impfen lassen.
(Keystone-SDA) «Wieder Tollwut in der Schweiz» titelten die Medien im März 1967. In Merishausen im Kanton Schaffhausen wurde kurz zuvor ein kranker Fuchs abgeschossen. Die Untersuchung ergab, dass er Tollwut hatte. Sofort liess der Kanton Zürich ein Merkblatt mit Verhaltensregeln verbreiten. In den Tierarztpraxen lief zudem eine grosse Impfaktion für Hunde an, wobei die Impfung für obligatorisch erklärt wurde.
Es war die letzte grosse Welle der Fuchtstollwut. Die letzten Fälle im Kanton Zürich wurden 1993 registriert. Seit 1999 gilt die Schweiz offiziell als Tollwut-frei. Dies kann jedoch auch wieder ändern: Heute besteht die Gefahr, dass vermeintliche Tierliebhaber Hunde und andere Tiere aus Tollwut-Risikoländern importieren und die Krankheit so wieder ins Land gelangt.
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