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1 Kilometer Autobahn für die Universitäten

Mehr Bundesgelder für die Schweizer Unis hat der Ständerat bewilligt. Keystone

Die Schweizer Universitäten geraten ins Hintertreffen. Darum soll ihnen der Bund bis 2012 die Grund-Subventionen um gut 60 Mio. Franken pro Jahr erhöhen. Die Kleine Kammer, der Ständerat, hat am Mittwoch (06.06.) eine entsprechende Motion gutgeheissen.

Ständerat Gian-Reto Plattner (SP/BS), Vizerektor an der Universität Basel, begründete seine Motion mit dem – wie er sich ausdrückte – Niedergang der Hochschulen in der Schweiz. Mit dem Antrag wolle er durchsetzten, dass den Universitäten bereits 2002 mehr Geld zukomme.

Die EU und auch die USA hätten selbst während der Rezession stark in ihre Hochschulen investiert. In der Schweiz hingegen seien die Investitionen rückläufig. Mit der Steigerung der Bundesbeiträge um gut 60 Mio. Franken pro Jahr könne hier Abhilfe geschaffen werden.

Die Rechnung mit der Autobahn

Im Jahr 2000 beliefen sich die Bundesbeiträge für die Hochschulen auf insgesamt 380 Mio. Franken. Diese Beiträge will Plattner bis 2012 auf eine Milliarde steigern.

Aus dem Rat erhielt Plattner Schützenhilfe. Christine Beerli (FDP/BE) sagte, ein Kilometer Autobahn zwischen Bern und Yverdon habe 60 Mio. Franken gekostet. Diesen einen Kilometer Autobahn sollte der Schweiz ihre Hochschulen wert sein. Beerli mahnte, höhere Bundesbeiträge dürften aber keinesfalls dazu führen, dass sich die Kantone aus der Pflicht stehlen.

Dreifuss: «Mehr Geld ist vorgesehen!»

Innenministerin Ruth Dreifuss sagte, bereits im laufenden Finanzplan 2000 bis 2003 seien steigende Beiträge an die Universitäten vorgesehen. Im nächsten Finanzplan setze sich diese Bewegung fort. Koordination und Kooperation zwecks Qualitäts-Verbesserung liefen. Sie zöge das unverbindlichere Postulat vor.

Nachdem Plattner darauf hingewiesen hatte, dass in seinem Vorschlag die Beträge bewusst vage gehalten seien, stimmte die Bundesrätin der Motion zu. Der Rat hiess das Begehren gut.

swissinfo und Agenturen

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