Aussenhandel meldet Überschuss
Die weltweite Konjunkturabschwächung schlägt auf die Schweiz durch. Der Schweizer Aussenhandel hat sich im Mai deutlich abgeschwächt. Die Importe waren rückläufig, die Exporte stagnierten. Die Handelsbilanz schliesst mit einem Überschuss von 587,3 (Vorjahr: 56,2) Mio Fr. ab.
Die Einfuhren gingen nominal um 1,6% und real um 5,7% zurück, wie das Eidg. Finanzdepartement (EFD) am Donnerstag (21.06.) bekannt gab. Die Ausfuhren nahmen nominal um 3,1% zu, real stagnierten sie.
Zwar hatte der Mai 2001 einen Arbeitstag weniger als der Mai des letzten Jahrs. Doch auch bei gleicher Anzahl Tage hätten sich vor allem der Import schwach entwickelt, so das EFD. Sowohl die Import- als auch die Exportwaren verteuerten sich deutlich.
In den ersten fünf Monaten 2001 wuchs der Aussenhandel indes beachtlich. So nahmen die Importe nominal um 8,1% und real um 3,5% zu, während die Exporte um nominal um 9,7% und real um 5,9% zulegten. Am deutlichsten weitete sich der Handel mit Konsumgütern aus.
Die Preise der eingeführten Waren stiegen in den ersten fünf Monaten stärker als jene der ausgeführten. Die Handelsbilanz war mit einem Defizit von 83,8 Mio. Franken praktisch ausgeglichen. In den ersten fünf Monaten 2000 war noch ein Defizit von 813,1 Millionen verzeichnet worden.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch