Enron-Schatten über CSG
Das Debakel des US-Energiekonzerns Enron lässt die Credit Suisse Group (CSG) nicht zur Ruhe kommen.
Die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) steht in Kontakt mit der Credit Suisse Group im Fall Enron. Die CSG-Investmenttochter Credit Suisse First Boston hatte für den zusammengebrochenen US-Energiekonzern Transaktionen mitgezeichnet.
Einen Bericht habe die EBK aber von der CSG nicht verlangt, teilte EBK-Mediensprecherin Tanja Kocher mit. Ob später ein Bericht gefordert werde, sei Gegenstand von Spekulationen, sagte Kocher zu einem Artikel in der «SonntagsZeitung».
CSG informiert seit zwei Wochen
Die CSG stehe bei der EBK nicht so sehr im Rampenlicht wie dies in der Öffentlichkeit der Fall sei, sagte Kocher weiter. CSG-Mediensprecherin Karin Rhomberg bestätigte, dass die Credit Suisse vor rund zwei Wochen die Bankenkommission «aktiv» informiert habe und diese auch weiterhin aufdatieren werde.
Im Aktikel der «SonntagsZeitung» wurde erwähnt, dass die Credit Suisse Group der EBK einen Bericht zum Engagement der Investment-Tochter Credit Suisse First Boston (CSFB) im Fall des untergegangenen US-Energiekonzerns Enron abliefern müsse.
Sammelklagen gegen CSFB?
Die Credit Suisse Group hatte bereits am Freitag in einer Mitteilung zu Gerüchten um ihre Verwicklung im Fall Enron Stellung genommen. Die CSFB sei nicht in die Enron-Partnerschaften involviert, die zum Zusammenbruch des Unternehmens geführt hätten, erklärte sie.
Sie sehe keine Grundlage für Klagen gegen die CSFB im Zusammenhang mit Enron. In der «SonntagsZeitung» wurde von einer eingereichten Sammelklage eines US-Anwaltsbüros geschrieben.
swissinfo und Agenturen
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