Fantastic: Umsatz-Einbruch von 70 Prozent
Das Software-Unternehmen Fantastic Corporation mit Sitz in Zug ist tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Der Reinverlust vergrösserte sich in den ersten drei Monaten 2001 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 51 Prozent auf 19,5 Mio. Dollar.
Für das erste Quartal 2001 hat das Unternehmen einen Umsatz von lediglich 1,85 Mio. US-Dollar ausgewiesen. Das sind 70 Prozent weniger als im Vorjahres-Zeitraum. Der Betriebsverlust stieg auf 18,56 (Vorjahres-Periode 9,25) Mio. Dollar.
Der Cash drain aus operativen Tätigkeiten nahm auf 15,7 (6,96) Mio. Dollar zu, wie das Unternehmen am Donnerstag (03.05.) in einer Medienmitteilung bekannt gab. Die liquiden Mittel und Termingelder schrumpften auf 65,15 (123,02) Mio. Dollar.
Finanzchef Andreas Emmenegger rechnet damit, dass mit den geplanten Kostensenkungen die liquiden Mittel ohne Berücksichtigung der Einnahmen für sieben Quartale ausreichen. Das Eigenkapital sank im ersten Quartal 2001 auf 71,76 (126,62) Mio. Dollar.
Die betrieblichen Aufwendungen beliefen sich, ohne Ausgaben für die Umstrukturierung und Abschreibungen auf Beteiligungen, auf 13,7 (14,9) Mio. Dollar. Fantastic plant im zweiten Quartal die Aufwendungen durch Kostensenkungen sowie weitere organisatorische Anpassungen um 40 Prozent zu reduzieren.
Konzernchef Reto Braun bezeichnet das Ergebnis als «enttäuschend», glaubt aber, dass sich das Unternehmen mit der eingeschlagenen Strategie «auf gutem Kurs» befinde. Er erwartet für das zweite Quartal erste Einnahmen aus den Partnerschaften mit Hewlett-Packard und IBM.
Fantastic beschäftigte im ersten Quartal insgesamt 263 Personen. Das sind 15 Angestellte weniger als im Vorjahresquartal.
swissinfo und Agenturen
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