Kein Immobiliencrash in Sicht
Es gebe in der Schweiz keine akute Gefahr für einen Immobiliencrash wie in den USA, sagt Jean-Pierre Roth, Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB).
Roth führt für seine Zuversicht drei Gründe an. Erstens hätten die Banken schon in den 1990er-Jahren Lehren aus dem damaligen Debakel gezogen und vergeben Hypo-Kredite mit mehr Vorsicht.
Zweitens, so Roth an einer Tagung der Waadtländer Kantonalbank, sei auch die Finanzierung der Hypotheken in der Schweiz solidar: Es gebe weniger Verbriefungen, was die Gefahr einer unkontrollierten Verbreitung reduziere.
Bei Verbriefungen werden hohe Hypo-Einzelkreditsummen von den Banken in zahlreiche, auf kleinere Summen ausgestellte Schuldbriefe aufgestückelt und an möglichst viele Anleger weiterverkauft, um das Risiko weiter zu geben und zu streuen.
Und drittens hätten sich in den letzten zehn Jahren die Preise nur moderat entwickelt. Trotz beträchtlicher Nachfrage sei es nicht zu einer spekulativen Blase bei den Immobilienpreisen gekommen.
Roth glaubt aber, dass auf den Immobilienmarkt eine Phase mit moderaten Preiserhöhungen beginnen könnte.
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