Lufthansa-Einigung von Swiss-Personal losgelöst
Die Ergebnisse der Tarifverhandlungen bei der Lufthansa haben für das Personal der Tochtergesellschaft Swiss keine Auswirkungen.
«Die Swiss hat eigene Gesamtarbeitsverträge», sagte Swiss-Sprecherin Andrea Kreuzer. Diese seien völlig losgelöst von jenen des Mutterhauses Lufthansa.
Ihre Mitarbeitenden bezeichnet die Fluggesellschaft in einer Mitteilung vom Freitag als sehr motiviert. Dank deren Engagement könnten die personellen Engpässe in den ersten beiden August-Wochen überwunden werden, schreibt die Swiss.
Hintergrund seien unüblich viele Kompensations-Tage beziehungsweise Ferienzeiten.
Die Swiss will den Personalbestand weiter ausbauen und im laufenden Jahr noch 200 Flight-Attendants in einem Vollzeitpensum einstellen.
Die Vereinigung des Kabinenpersonals (Kapers) fordert jedoch adäquate Saläre und akzeptable Arbeitsbedingungen für das Kabinenpersonal der Swiss. Das Personal dürfe nicht an der kurzen Leine gehalten werden, während die Swiss Millionengewinne in dreistelliger Höhe mache, meint die Kapers.
Den Gewinn von rund 260 Millionen Franken im ersten Halbjahr, den die Swiss am Mittwoch präsentierte, sei auf dem Rücken der Mitarbeiter erwirtschaftet worden.
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