Managerlöhne wachsen weiter in den Himmel
Der Graben zwischen den Salären von Managern und Niedriglöhnen wird immer tiefer. Die Gewerkschaft Travail.Suisse fordert ein Ende der "Lohnexzesse auf den Teppichetagen".
Die Dachorganisation der Arbeitnehmenden stützt sich auf eine Untersuchung der Löhne der Führungskräfte von 24 börsenkotierten Schweizer Firmen. In der Studie wurden auch die Saläre bei Post, Ruag, Coop und Migros berücksichtigt. Fazit: Die Managerlöhne sind 2007 weiter stark gestiegen.
Beim Baukonzern Implenia beispielsweise verdiente der Chef 2,4 Mio. Franken oder 60% mehr. Der Versicherungskonzern Helvetia genehmigte dem höchsten Angestellten gar einen Lohnsprung von 87% auf 2,6 Mio. Franken.
Seit 2002 hätten sich die Löhne des Topmanagements in den untersuchten Unternehmen um 80% erhöht. Die Löhne der Arbeitnehmenden dagegen sind laut Travail.Suisse real nur um 2,8% gestiegen, die Mindestlöhne um rund fünf Prozent.
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