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Mehr Sicherheit im öffentlichen Verkehr

Tramunfall in Zürich Höngg im Februar 2001. Keystone

Der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) will die Sicherheit im Stadt- und Agglomerations-Verkehr verbessern. Er hat deshalb eine auf vier Jahre befristete Kampagne unter dem Motto "sicher ist sicher" gestartet. Die meisten Unfälle im öffentlichen Verkehr ereignen sich laut VöV im städtischen Raum.

In den neunziger Jahren starben bei über 30’000 Unfällen in sieben Gross-Städten mindestens 74 Menschen. 7’000 wurden verletzt. Dies ergab eine Erhebung des VöV. Die Unfallzahlen im öffentlichen Verkehr seien in den letzten Jahren zwar um rund 10% zurück gegangen, heisst es weiter. Dennoch sei jeder Unfall einer zuviel und müsse verhindert werden, sagte VöV-Direktor Peter Vollmer am Mittwoch (20.06.) an einer Medienkonferenz in Bern.

Grosses Risiko in Agglomerationen und Städten

Vor allem der dichte Verkehr und die engen Platzverhältnisse in Städten und Agglomerationen schafften viele riskante Situationen. Doch auch die Hektik und die Gedankenlosigkeit der Stadtbewohner ist laut den Verkehrsbetrieben eine grosse Gefahrenquelle. Allein die Zürcher Verkehrsbetriebe VBZ verzeichneten im Durchschnitt drei bis vier Unfälle pro Tag.

Sicherheits-Bewusstsein schärfen

Mit einer, vom VöV zusammen mit 17 Verkehrsbetrieben gestartete Kampagne, soll nun während der nächsten vier Jahren das Sicherheits-Bewusstsein aller Verkehrs-Teilnehmer geschärft werden. Zehn Busse in verschiedenen Städten sollen die Bevölkerung zu einer Verhaltens-Änderung im Verkehr bewegen. Während drei Wochen verkehrt in acht Städten je ein Bus, der in Luftpolsterfolie eingewickelt ist.

Da nicht immer nur die anderen Verkehrsteilnehmer an den Unfällen Schuld hätten, richte sich die Kampagne auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Transportunternehmen. Auch sie sollen gemäss Vollmer für die Gefahren sensibilisiert werden. Durch gezielte Informationen und entsprechende Schulungen soll das Personal auf die Ziele der Kampagne eingestimmt werden. Durch korrektes und vorsichtiges Fahren könnten die Tramführer und Chauffeure aktiv etwas zur Sicherheit beitragen

swissinfo und Agenturen

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