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Militärisches Geheimnis gelüftet

Lange gehütetes Geheimnis - heute öffentlich begehbar: Festungsstollen. Keystone

Das einzige Artillerie-Festungswerk im Kanton Graubünden ist seit Samstag (09.06.) der Öffentlichkeit zugänglich. Was einst militärisch streng geheim war, wird nun als Museum und Tagungsort angepriesen.

Ende September 1939 waren die Bauarbeiten an der Festung zwischen der Roflaschlucht und dem Suferser Stausee aufgenommen worden, nur knapp zwei Jahre später wurde sie von der Truppe bezogen. Noch zwei Jahre nach dem Fall der Mauer wurde die Anlage an der A13 zur Erhöhung des Schutzes vor chemischen Kampfstoffen nachgerüstet.

Die beiden Munitionslager, die Feuerleitstelle und die zwei Schiffsgeschütze mit einem Kaliber von 10,5 Zentimetern sind das Kernstück der Anlage. Mit einer Schussweite von 18 Kilometern waren die Kanonen in der Lage, den Pässe Splügen und San Bernardino unter Feuer zu nehmen.

Umwandlung in Museum und Tagungsort

Für Artilleriefestungen an den Landesgrenzen gibt es in den heutigen Verteidigungsplänen keine Verwendung mehr. Die Militärhistorische Stiftung Graubünden hat deshalb die Anlage übernommen und den Verein Festung Crestawald mit dem Unterhalt und der Führung des Museumsbetriebs beauftragt.

Was Besucherinnen und Besucher zu sehen bekommen, ist eine autarke Welt unter Tage: Unterkünfte für 90 Mann Besatzung, Küche und Vorratsräume; eine Kantine für die Soldaten und eine Messe für die Offiziere. Selbst an eine Kammer für die Toten wurde gedacht.

Spatz oder ganze Menüs auf Bestellung

Kantine, Messe und Schulungsraum werden als Räume für Seminare und als Tagungsort für Vereine und Privatanlässe angeboten. Die Küche liefert auf Bestellung nicht nur Spatz, sondern auch anspruchsvollere Menüs.

swissinfo und Agenturen

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