Online-Arbeitskampf
Die Schweiz erhält eine Online-Gewerkschaft für Festangestellte und Freischaffende der New Economy. //syndikat will bis Ende 2003 gegen 10'000 Mitglieder zählen. Den Gründungsverein präsidiert Philippe Surber.
Die neue Gewerkschaft will sich gemäss eigenen Angaben für bessere Arbeits-Bedingungen, besseren Schutz vor zunehmendem Stress im Berufsalltag, für lebenslange Weiterbildung sowie faire Honorare für Freelancer einsetzen.
Belegschaften sollen in Konflikt-Situationen oder in Auseinandersetzungen um Lohn und Arbeitszeit unterstützt werden. Als zentrale Drehscheibe für Information, Kommunikation, Zusammenarbeit, Diskussion sowie für Mobilisierungen soll das Internet dienen.
Laut Philippe Surber, dem Präsidenten des Gründungsvereins, soll der Cyberspace als Testraum für neue ökonomische Modelle genutzt werden.
Ort wo sich eine Gewerkschaft bildet
Der Aufbau von //syndikat wird von der Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI) finanziell massgeblich unterstützt. Angestrebt wird eine enge Zusammenarbeit mit bestehenden Verbänden und die Mitgliedschaft im Schweizerischen Gewerkschaftsbund. GBI-Präsident Vasco Pedrina sagte, die autonome neue Gewerkschaft sei den Werten der traditionellen Gewerkschaftsbewegung eng verbunden.
//syndikat passe zur Strategie, eine interprofessionelle Gewerkschaft für den ganzen Privatsektor zu schaffen. Das Innovative des Pionierprojekts sei, dass das Internet nicht einfach als Kommunikationsmittel benützt werde, sondern zum Ort werde, an dem sich die Gewerkschaft selbst bilde, sagte Pedrina.
swissinfo und Agenturen
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