Scharfer Angriff von Ex-UBS-Konzernchef
Ex-UBS-Chef Luqman Arnold mischt sich als Aktionär in die Krise bei der Grossbank ein. Die UBS solle die Investment Bank von der Vermögensverwaltung abtrennen, schrieb er in einem Brief an den designierten UBS-Vizepräsidenten.
Die UBS wird vom früheren Konzernchef Luqman Arnold zu radikaleren Schritten der Krisenbewältigung gedrängt. Die Grossbank soll das Modell der integrierten Bank aufgeben und einen Spitzenbanker statt den Chefjuristen Peter Kurer zum Präsidenten ernennen.
Die UBS nahm nicht Stellung; die Börse reagierte erfreut.
Arnold lancierte seinen überraschenden Angriff in einem siebenseitigen Brief seiner britischen Investmentgesellschaft Olivant an den designierten Vizepräsidenten der UBS, den Fiat-Konzernchef Sergio Marchionne.
Der frühere UBS-Konzernchef, der Ende 2001 nach einem verlorenen Machtkampf mit Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel gehen musste, begrüsste die von der UBS vorgenommenen zusätzlichen Abschreibungen und die weitere Kapitalerhöhung.
Er erachtet diese Schritte als ungenügend und rät, dringend weitere Massnahmen zu prüfen.
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