Schweizer Tourismus: frohgemut in die Zukunft
Dem Schweizer Tourismus stehen gute Zeiten bevor. Prognosen sagen fürs erste Halbjahr 1% mehr Übernachtungen voraus. Und in den kommenden Jahren sollen Expo.02 und Ski-WM den Hotels Gutes tun.
Wenn sich die Prognosen der BAK Konjunkturforschung Basel und des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) vom Dienstag (2.05.) erfüllen, gibt es im kommenden Sommerhalbjahr rund 1% mehr Übernachtungen in Schweizer Hotels. Erwartet werden etwas mehr inländische Gäste als ausländische Touristen.
Mit einem Logiernächte-Wachstum von je rund einem Prozent können laut BAK die Kantone Wallis, Graubünden und Tessin rechnen. Etwas geringer werde das Wachstum im Berner Oberland ausfallen.
Frohe Aussichten danke Expo und WM
Für das Tourismusjahr 2002 sind die Aussichten weiterhing erfreulich: Die von Mai bis Oktober dauernde Expo.02 werde eine beachtliche Zusatznachfrage auslösen. Insgesamt dürfte die Landesausstellung gegen 400’000 zusätzliche Hotelübernachtungen bringen, schätzen die Experten. Unter Berücksichtigung des Expo-Effektes ist für das Tourismusjahr 2002 ein Logiernächte-Wachstum von 2,3% zu erwarten. Das Wertschöpfungswachstum im Gastgewerbe dürfte sogar noch leicht höher ausfallen.
Für 2003 erwartet die BAK wegen des wegfallenden Expo-Effektes mit einer stagnierenden Logiernächteentwicklung. Allerdings werde der Tourismus auch von den Skiweltmeisterschaften in St. Moritz profitieren können.
Schön und gut, aber…
Die Konjunkturforscher weisen in ihrem Communiqué auch auf Unwägbarkeiten hin, welche ihre Erwartungen deutlich mindern könnten. Prognoserisiken bestünden beispielsweise bei den Szenarien für die Expo.02. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Erfahrungen an der Weltausstellung in Hannover im vergangenen Jahr seien die Expo-Effekte spürbar nach unten korrigiert worden.
swissinfo und Agenturen
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