Schwerverkehr: Hilferuf aus dem Tessin
Das Tessiner Tourismusbüro hat sich in einem Brief an den Bundesrat "sehr besorgt" über die akuten Verkehrs-Probleme geäussert. Die Auswirkungen auf den Tourismus und das Image des Tessins seien verheerend. Am Samstag staute sich der Verkehr auf der Gotthard-Route wiederum kilometerlang.
Der Verkehr in Richtung Süden ist am Samstag (12.05.) vor dem Gotthard-Strassentunnel einmal mehr zusammengebrochen. Der Stau begann um 09.00 Uhr, hielt während neun Stunden an und erreichte am frühen Nachmittag eine maximale Länge von acht Kilometern. Dies bedeutete rund drei Stunden Wartezeit.
Leiden unter der Blechlawine
Ticino Turismo gibt in dem Brief vom Freitag seiner Enttäuschung Ausdruck, dass die Bundesbehörden sich nicht bemühten, die täglich schlimmer werdende Situation zu lösen. Das Tourismusbüro ruft die «verheerenden Folgen» der Autoschlangen auf der A 2 während der Osterferien in Erinnerung: «Der Schaden für unseren Tourismus und für das Image des ganzen Tessins ist enorm.»
Weniger Touristen
So sei im Frühling bereits ein erster Rückgang zu verzeichnen gewesen: Ins Tessin seien 12 bis 15 Prozent weniger Besucher gekommen, während der Rest der Schweiz ein Plus von 6 Prozent registriert habe.
«Die aktuelle Verkehrspolitik bestraft das Tessin», hält Ticino Turismo fest. Das Büro ruft den Bundesrat auf, auf seine Entscheide zurückzukommen und sofort ein Schwerverkehr-Kontingent für den Transit auf der ganzen A 2 – von Basel nach Chiasso und umgekehrt – einzuführen.
swissinfo und Agenturen
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