UBS: 19,4 Mrd. Dollar für unsichere Anleihen
Die Schweizer Grossbank UBS hat sich laut US-Behörden bereit erklärt, weitere im Zuge der Kreditkrise illiquid gewordene US-Anleihen zurückzukaufen und 150 Mio. Dollar Busse zu zahlen.
Der Rückkauf und die Busse sind Teil eines Vergleichs um so genannte Auction-Rate Securities (ARS), den die UBS Financial Services Inc. mit der US-Börsenaufsicht SEC und den Aufsichtsbehörden mehrerer US-Bundesstaaten geschlossen hat, wie ein Sprecher des Staatssekretärs von Massachusetts, William Galvin, am Freitag in Boston bekannt gab.
Damit dürfte die grösste Schweizer Bank, von der zunächst keine Stellungnahme vorlag, einer Anklage wegen Betrugs im Zusammenhang mit dem Verkauf von ARS entgehen.
Ende Juli hatte sich die UBS mit der Generalstaatsanwaltschaft von Massachusetts bereits auf den Rückkauf von ARS für 3,5 Mrd. Dollar von mehreren Städten und Gemeinden des US-Bundesstaats geeinigt.
ARS sind langfristige Schuldverschreibungen von Gemeinden, Studentenkreditgebern, Museen und anderen Institutionen, deren Zinssätze in regelmässigen Auktionen neu festgelegt werden.
Der ARS-Markt, dessen Volumen auf 330 Mrd. Dollar geschätzt wird, kam im vergangenen Frühling zum Erliegen. Die UBS wurde beschuldigt, ARS noch als sicher angepriesen zu haben, als sie bereits von den Liquiditätsproblemen auf dem ARS-Markt wusste.
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