UBS muss Steuersünder-Daten herausgeben
Die US-Steuerbehörde ist von der Bundesrichterin in Florida ermächtigt worden, bei der Schweizer Grossbank UBS direkte Informationen über mutmassliche Steuerbetrüger einzuholen.
Letzten Montag hatte das US-Justizministerium einen entsprechenden Antrag in Florida gestellt. Vor dem dortigen Gericht hatte sich der frühere UBS-Kundenberater Bradley Birkenfeld der Beihilfe zur Steuerhinterziehung schuldig bekannt und schwere Vorwürfe gegen die UBS erhoben.
Die Steuerbehörde IRS vermutet, dass die UBS reichen Amerikanern geholfen hat, bis zu 20 Mrd. Dollar auf Konten ausserhalb der USA zu platzieren und damit grosse Steuersummen einzusparen.
Für die USA handelt es sich um einen Präzedenzfall. Die UBS ihrerseits bekräftigte, sie nehme diese Angelegenheit sehr ernst und arbeite sowohl mit Schweizer als auch mit US-Behörden eng zusammen.
Dabei halte man sich an Schweizer Recht und die gesetzlichen Rahmenbedingungen der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit.
Für die von der Finanzkrise gebeutelte UBS steht im Vermögensverwaltungs-Geschäft in den USA viel auf dem Spiel.
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