WTO-Runde: Abbruch statt Durchbruch
Die WTO-Gespräche in Genf über ein neues Abkommen zur Liberalisierung des Welthandels sind gescheitert. Grund für den Abbruch sei ein Streit zwischen den USA, Indien und China über den Import von Agrargütern.
Wie aus Delegiertenkreisen verlautete, hat der Generaldirektor der Welthandelsorganisation, Pascal Lamy, die Länder über den Abbruch der Verhandlungen informiert.
Die Differenzen hätten am Dienstag jede Hoffnung auf einen Durchbruch zunichte gemacht, berichteten Delegierte verschiedener Länder.
Die Ministerkonferenz in Genf sollte die im Jahr 2001 gestartete Doha-Runde zur weiteren Handelsliberalisierung einem Abschluss näherbringen.
Arme und reiche Länder vertraten in Genf jedoch unterschiedliche Interessen: Entwicklungsländer forderten einen besseren Zugang zu den Agrarmärkten der Industriestaaten, diese wiederum wollten einen freieren Zugang zum Industrie- und Dienstleistungssektor.
Die Schweizer Kleinbauern und der Schweizerische Bauernverband zeigten sich erleichtert über den Abbruch der WTO-Verhandlungen. Für die Grüne Partei ist ein Abbruch besser als ein schlechtes Ergebnis.
Die Schweizerische Volkspartei ist froh über den Abbruch. Die Vorschläge im Agrarbereich seien zu unausgewogen gewesen. Die Sozialdemokraten sprachen von einer verpassten Chance für den Arbeitsmarkt.
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