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Ausbildungszentrum für Bevölkerungsschutz in Utzenstorf geplant

Keystone-SDA

Die Berner Kantonsregierung plant gemeinsam mit der Gebäudeversicherung Bern (GVB) in Utzenstorf ein Aus- und Weiterbildungszentrum für Feuerwehr, Zivilschutz und Kantonspolizei. Sie hat hierzu eine Strategie und einen Kredit zuhanden des Grossen Rates verabschiedet.

(Keystone-SDA) Das Projekt heisst «Sirius3». Die Anforderungen von Feuerwehr, Zivilschutz und Polizei an die Infrastrukturen seien «weitgehend vergleichbar oder sogar identisch», teilten die Regierungsräte Philippe Müller (FDP) und Christoph Ammann (SP) am Mittwoch vor den Medien mit.

Ein gemeinsames Zentrum ermöglicht bauliche und betriebliche Synergien, gemeinsame Trainings und erfüllt heutige Umweltstandards. «Das Projekt ist für den Bevölkerungsschutz wichtig und wegweisend», betonte Müller. Künftig sollen etwa bei Feuerwehrübungen anfallender Rauch und Löschwasser aufgefangen und gereinigt werden, Trainings könnten unter realistischen Bedingungen in geschlossenen Räumen stattfinden.

Grundausbildungen und Weiterbildungen der drei involvierten Partner sollen weiterhin dezentral in den Regionen angeboten werden. Im künftigen Zentrum sollen Spezialausbildungen stattfinden, die an den anderen Standorten nicht möglich sind.

Das Projekt ergebe auch deshalb Sinn, weil die GVB für die Feuerwehren so oder so eine neue Lösung brauche, sagte Ammann.

Kanton und GVB stemmen Kosten gemeinsam

Die Investitionskosten fallen rund 20 Prozent tiefer aus als bei eigenständigen Lösungen, sagte GVB-CEO Stefan Dürig. Dabei handle es sich um rund 32 Millionen Franken.

Eine eingezonte Parzelle am Standort Emmepark in der Gemeinde Utzenstorf schnitt bei der Standortevaluation am besten ab. Die Anlage soll gemäss Ammann etwa so gross werden wie sieben Fussballfelder. Für den Bau rechnet der Kanton mit Gesamtkosten von rund 160 Millionen Franken. Der Kanton soll 100 Millionen beisteuern.

Die GVB ist mit an Bord, weil sie die Aufsicht über die Berner Feuerwehren und deren Ausbildung verantwortet. Entsprechend trägt sie die restlichen Kosten für den Bereich der Feuerwehr.

Der Gemeinderat von Utzenstorf begrüsst das Projekt einstimmig. Der Grosse Rat wird sich voraussichtlich in der Herbstsession 2026 mit der von der Regierung verabschiedeten Strategie befassen. Den Investitionskredit wird er erst 2027 behandeln. Mit einer Inbetriebnahme des neuen Zentrums ist gemäss Müller auf Anfang der 2030er-Jahre zu rechnen.

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