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Ein Raum voller Menschen an einer Pressekonferenz

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Nach den tödlichen Schüssen bei einer Rave-Party in Aarau in der Nacht von Samstag auf Sonntag ist der Schock einer Vielzahl von Fragen gewichen. Nach fast drei Tagen des Wartens hat die Kantonspolizei Aargau erste Ergebnisse ihrer Untersuchung bekanntgegeben. Demnach handle es sich weder um einen Terrorakt noch um eine Abrechnung, sondern um einen Mann, der in einem Amokanfall allein gehandelt haben soll.

Diese Informationen liefern zwar gewisse Antworten, erlauben jedoch noch immer nicht zu verstehen, warum junge Menschen, die zu einem Fest zusammengekommen waren, zur Zielscheibe wurden.

Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre

Ein Polizist spricht an einer Medienkonferenz, im Hintergrund sind Pistolen an die Wand projiziert
Michael Leupold, Kommandant der Kantonspolizei Aargau, an der Medienkonferenz. Keystone / Michael Buholzer

Der festgenommene Mann ist tatsächlich der Schütze, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Aarau eine junge Frau getötet und sechs weitere Personen verletzt hat. Dies teilte die Aargauer Kantonspolizei am Mittwochnachmittag mit.

Laut den Ermittlern handelte der Schütze allein, als er rund vierzig Mal auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Rave-Party schoss. Der 43-jährige Schweizer, der im Kanton Jura wohnt, soll in einem Anfall von Amok gehandelt haben. Der Angriff kostete eine Frau das Leben und forderte sechs Verletzte, von denen zwei noch im Spital sind.

Der mutmassliche Täter hat sich der Polizei gestellt und die Tat gestanden. Bei seiner Befragung gab er an, seit einiger Zeit unter gesundheitlichen Problemen zu leiden und erwähnte «psychische Störungen».

Die Motive des Verdächtigen sind derzeit noch unbekannt. «Wir haben keinerlei Hinweise auf ideologische oder extremistische Motive», sagte Staatsanwalt Christoph Rüedi. Im Fahrzeug des Täters stellten die Ermittler drei Schusswaffen sicher: eine Pistole und zwei Sturmgewehre. Gemäss den von den Behörden mitgeteilten Informationen waren diese vor rund zwanzig Jahren von den jurassischen Behörden bewilligt worden.

Ein alter Mann im Anzug, flankiert von weitere älteren Männern
Am Montag schwenkte Donald Trump stolz ein Plakat, das einen Rückgang der Medikamentenpreise unter seiner Präsidentschaft zeigte. Copyright 2026 The Associated Press. All Rights Reserved.

Die Politik von US-Präsident Donald Trump in Bezug auf Medikamentenpreise bringt die Schweiz um eine vielversprechende Behandlung gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs. Andere Medikamente könnten dasselbe Schicksal erleiden.

Diese Behandlung ist ein Hoffnungsschimmer für Erkrankte – doch nicht für diejenigen in der Schweiz. Das Mittel wurde letzte Woche in den USA auf den Markt gebracht und verdoppelt die durchschnittliche Überlebensdauer von Personen mit Bauchspeicheldrüsenkrebs. Wie die Tamedia-Zeitungen heute berichteten, dürfte es jedoch frühestens in zwei Jahren in der Schweiz verfügbar sein. Grund ist die Gesundheitspolitik des US-Präsidenten.

Auch andere Behandlungen könnten Schweizer Patientinnen und Patienten vorenthalten werden, etwa der künftige Hautkrebs-Impfstoff von Moderna oder ein neues Brustkrebsmedikament von Roche. Trump zwingt Pharmaunternehmen zunehmend, in den USA ihre niedrigsten Preise anzubieten, obwohl Medikamente dort traditionell am teuersten sind. Manche Unternehmen entscheiden sich daher, einige ihrer neuen Behandlungen in der Schweiz nicht auf den Markt zu bringen.

«Es wird turbulent werden», hatte Novartis-Chef Vas Narasimhan in einem Interview mit Bloomberg TV gewarnt. Er schätzt, dass die Anzahl neu in der Schweiz lancierter Medikamente sinken wird, und rechnet mit einem Aufschrei der Patientinnen und Patienten. Diese könnten paradoxerweise höhere Medikamentenpreise fordern, um die Unternehmen zu veranlassen, ihre Produkte auch in der Schweiz zu vermarkten.

Ein Laptop und Abstimmungsunterlagen
Der Kanton Neuenburg ist bereit, die elektronische Stimmabgabe wieder einzuführen. Keystone / Gian Ehrenzeller

Das E-Voting kehrt für die Abstimmungen vom 29. November im Kanton Neuenburg zurück. Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, dem Kanton eine allgemeine Bewilligung zur Wiederaufnahme der Versuche zu erteilen.

Neuenburg schliesst sich damit der kleinen Gruppe von Kantonen an, die E-Voting-Versuche durchführen. Die Auslandneuenburgerinnen und -neuenburger sowie ein Teil der im Kanton wohnhaften Stimmberechtigten werden für die Abstimmungen vom 29. November E-Voting nutzen können. Der Kanton gehörte 2005 zu den ersten drei Kantonen, die das elektronische Abstimmen einführten, bevor der Bund im Jahr 2019 einen Stopp beschloss.

Neuenburg verwendet das E-Voting-System der Schweizerischen Post. Für die Abstimmung im November werden 32’366 in der Schweiz wohnhafte Stimmberechtigte und rund 7200 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer zur elektronischen Stimmabgabe zugelassen.

Auch die Kantone Luzern, Basel-Stadt, St. Gallen, Graubünden und Thurgau bieten einem Teil ihrer Stimmberechtigten E-Voting-Tests an. Der Kanton Basel-Stadt verzichtet jedoch auf die Teilnahme an den für den Rest des Jahres 2026 geplanten Tests, nachdem es bei den Abstimmungen vom 8. März zu einem technischen Zwischenfall gekommen war.

Ein älterer Mann, der die Hände vor dem Gesicht gefaltet hat
Claudio Zali, der zurücktretende Tessiner Staatsrat, wird jetzt auch sexueller Übergriffe beschuldigt. Keystone / Ti-Press / Francesca Agosta

Neue Wende in der Affäre um den zurücktretenden Staatsrat Claudio Zali. Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat ein neues Strafverfahren gegen ihn wegen Verletzung der sexuellen Integrität eröffnet.

Im Rahmen einer Untersuchung zu Vorfällen, die mehrere Jahre zurückliegen, wird Claudio Zali sexueller Übergriffe beschuldigt. Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat am Dienstag eine von Radio und Fernsehen der italienischsprachigen Schweiz RSI enthüllte Information bestätigt. Der Politiker der Lega wurde als Beschuldigter einvernommen. Er bestreitet jede Verantwortung für die ihm vorgeworfenen Taten.

Die Tessiner Regierung fordert Claudio Zali nun auf, sein Amt mit sofortiger Wirkung niederzulegen, um seine eigene Glaubwürdigkeit sowie die der Institutionen zu wahren. Dieser hat jedoch angekündigt, bis zum vorgesehenen Datum auf seinem Posten zu bleiben. Der Staatsrat hat ihm nun das Departement für Raumplanung entzogen. Zali hat bereits seinen Rücktritt angekündigt, dieser soll jedoch erst in einigen Tagen in Kraft treten.

Zali befindet sich seit der Veröffentlichung einer Tonaufnahme in Bedrängnis, in der er eine Freundin ermunterte, eine Frau zu schlagen, die sie belästigt hatte – so, wie er nach eigenen Angaben selbst gehandelt habe. Die Person, die diese Aufnahme verbreitet hatte, wurde anschliessend tot im Luganersee aufgefunden. Gegen Zali läuft zudem ein weiteres Strafverfahren im Zusammenhang mit seiner Intervention in die Angelegenheit des Sohnes einer Freundin. Dieser war wegen seiner Beteiligung an einem Vergeltungsangriff auf einen Jugendlichen verhaftet worden.

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