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Bauernmaler Albert Manser erhält Innerrhoder Kulturpreis

(Keystone-SDA) Appenzell AI – Der Bauernmaler Albert Manser (72) ist in Appenzell mit dem Innerrhoder Kulturpreis 2011 ausgezeichnet worden, der höchsten kulturellen Auszeichnung des Kantons. Mansers Ehrung für sein Lebenswerk wurde vorverlegt, weil der Maler schwer erkrankt ist.
Alber Manser steht für Appenzeller Bauernmalerei pur. International gilt er als einer der bedeutendsten Vertreter der naiven Malerei. Wesentlich zu diesem Ruf beigetragen haben Mansers Kinderbücher «Albertli» und «Barbara», die in mehrere Sprachen übersetzt wurden und Bestseller sind.
Der Künstler steht in der Tradition der Appenzeller Bauernmalerei und der Senntumsmalerei. Er geht aber auch über dieses Genre hinaus. Manser hat seinen eigenen Stil mit neuen Formen und Bildinhalten gefunden. In seinem Werk zeigen sich Elemente der naiven Malerei.
Mansers Bauernmalerei zeigt nicht einfach eine «heile Welt»: Die Moderne hat Einzug gehalten mit der Appenzeller Bahn, mit Technik, die inzwischen einfach zur Landschaft dazugehört. Manser hat als einer der ersten Bauernmaler Winter- und Regenbilder gemalt: Landschaften unter weissen Flockenschleiern oder grauen Regenschlieren.
Sein Inventar an Sujets ist reichhaltig: Neben Kühen, Pferden, Ziegen und Hunden tummeln sich Hühner, Hähne, Katzen auf seinen Bildern, und immer fliegt irgendwo im blauen Himmel ein Vogelschwarm.
Neben Sennen und Bauern, die ihrer Alltagsarbeit nachgehen, rennen Kinder, winken Bahngäste aus dem Zugfenster, weiden Kühe. Ein Pferd trabt vor der Kutsche, ein anderes zieht einen Karren, und natürlich fehlt die Alpfahrt fast nie.

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