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Berner Kantonsregierung setzt sich für Kunstmuseum-Sanierung ein

Keystone-SDA

Die scheidende Berner Kulturdirektorin Christine Häsler (Grüne) hat sich am Dienstag im Namen des Regierungsrats für das Sanierungsprojekt des Kunstmuseums ausgesprochen. Der Sanierungsbedarf verschwinde bei einer Ablehnung des Projektierungskredits an der Urne nicht.

(Keystone-SDA) Es sei eindrücklich, was alles am Museum gemacht werden müsse, sagte Häsler vor den Medien. Dennoch gelte es die Einwände der Gegnerinnen und Gegner des Projekts ernst zu nehmen.

Diese haben insbesondere finanzielle Bedenken. «Das Projekt ist verhältnismässig», sagte Häsler. Zudem habe der Kanton ein Kostendach definiert. «Wird es teurer, muss das Kunstmuseum das Projekt anpassen oder zusätzliche private Mittel beschaffen.»

Der Kanton wird maximal 81 Millionen Franken an die Sanierung und Erweiterung bezahlen. Darin enthalten ist der Projektierungskredit von 15,7 Millionen Franken, über den das Berner Stimmvolk am 14. Juni abstimmen wird. Würde der Kredit abgelehnt, müsste ein neues Konzept ausgearbeitet werden, sagte Häsler. Das würde Zeit und Geld kosten.

Der aktuelle Zustand des Museums berge Risiken, sagte Sibylle Birrer, die Vorsteherin des kantonalen Amtes für Kultur. Ein weiteres Zuwarten wäre nicht verantwortungsvoll. «Es sollte gehandelt werden. Für den Betrieb, die Kunstwerke und die Besuchenden.» Gefährdet sei auch die Reputation des Museums.

Dieses habe sich national und international einen hervorragenden Ruf erarbeitet, sagte Häsler. «Es leistet einen wichtigen Beitrag für Bevölkerung, Bildung und Tourismus.» Das Museum sei nicht nur ein Ausstellungsort, sondern ein Ort des kulturellen Gedächtnisses.

Der Projektierungskredit von 15,7 Millionen Franken kommt vors kantonale Stimmvolk, nachdem das Referendum erfolgreich zustande gekommen war. Die Gegner des Projekts sprechen von einem «Luxusprojekt». Die Kosten seien zu hoch und es drohe ein Fass ohne Boden. Zum Komitee gehören Personen aus SVP, FDP, GLP, Mitte und EDU.

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