Betriebsdirektor des Luzerner Theaters wechselt zur Tonhalle Zürich
In der dreiköpfigen Geschäftsleitung des Luzerner Theaters kommt es zu einem weiteren Abgang. Nach der Intendantin Ina Karr verlässt auch Betriebsdirektor Stefan Vogel das Haus an der Reuss.
(Keystone-SDA) Vogel werde kaufmännischer Direktor der Tonhalle-Gesellschaft Zürich, teilte das Luzerner Theater am Montag mit. Er verlasse Luzern auf Ende der Spielzeit 2025/26.
Wer wann Nachfolger von Vogel wird, war am Montag noch offen. Darüber werde der Stiftungsrat in den kommenden Wochen beraten, erklärte Stiftungsratspräsidentin Anja Meyer auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Neues Konzept erarbeitet
Vogel ist seit 2021 Betriebsdirektor und damit verantwortlich für die technischen und künstlerischen Produktionsabläufe im Luzerner Theater. Er habe in den letzten fünf Jahren umfangreiche Umstrukturierungen durchgeführt und den Bühnenbetrieb effizienter gemacht. Zudem habe er das Betriebskonzept für ein neues Theater massgeblich gestaltet.
Die Stimmberechtigten der Stadt Luzern haben sich zwar gegen den geplanten Neubau ausgesprochen. Das von Vogel mitgestaltete Betriebskonzept diene aber als Grundlage für die weiteren Überlegungen zur Zukunft des Luzerner Theaters, teilte dieses mit.
Als Betriebsdirektor bildet Vogel neben dem kaufmännischen Direktor Adrian Balmer und der Intendantin Ina Karr die dreiköpfige Geschäftsleitung des Luzerner Theaters. Neben Vogel verlässt auch Karr das Luzerner Theater auf Ende der laufenden Spielzeit. Sie wird durch die bisherige Schauspieldirektorin Katja Langenbach und die bisherige Tanzdirektorin Wanda Puvogel ersetzt.
Die Stiftungsratspräsidentin geht nicht davon aus, dass sich der doppelte Abgang in der Geschäftsleitung negativ auf das Funktionieren des Theaters auswirkt. Dieses verfüge über eine gut funktionierende Leitungsstruktur, erklärte sie. Die Vorbereitungen des Intendanzwechsels im Sommer seien im Gange. «Wir erwarten keinerlei Schwierigkeiten bei der Übergabe an die neue Leitung», betonte Meyer.
Trotz des Nein zum Neubauprojekt sei das Theater ein «erfolgreicher Kulturbetrieb und als solcher auch ein attraktiver Arbeitgeber», erklärte Meyer weiter. Stadt und Kanton hätten mehrfach die Zukunftsperspektive des Hauses bestätigt.