BFU warnt vor hoher Unfallgefahr mit E-Bikes und E-Trottinetten
Die Zahl der schweren Unfälle mit E-Bikes und E-Trottinetten in der Schweiz ist hoch. Im vergangenen Jahr verunfallten 27 Personen tödlich. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung mahnt zu vorausschauendem Fahren und zur Einhaltung der Regeln.
(Keystone-SDA) Im vergangenen Jahr wurden laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) 586 Personen auf E-Bikes und 152 auf E-Trottinetten schwer verletzt. 24 E-Bike-Fahrende und drei Personen auf E-Trottinetten zogen sich bei Unfällen tödliche Verletzungen zu.
Als Gründe für das hohe Risiko nennt die BFU die höheren Geschwindigkeiten, welche die Bremswege verlängern und die Reaktionszeit verkürzen. Zudem fehle den Fahrzeugen eine Knautschzone. Andere Verkehrsteilnehmende würden die schmalen Silhouetten oft zu spät erkennen oder die Geschwindigkeit falsch einschätzen.
Klare Handzeichen, helle Kleidung und Helm
Die BFU empfiehlt, vorausschauend zu fahren und die Geschwindigkeit den Umständen anzupassen. Wichtig seien zudem klare Handzeichen beim Abbiegen, eine funktionierende Beleuchtung sowie das Tragen eines Helms und heller Kleidung zur besseren Sichtbarkeit.
Für schnelle E-Bikes besteht eine Helmpflicht. Generell dürfen E-Bikes und E-Trottinette erst ab 14 Jahren mit einem Mofa-Führerausweis und ab 16 Jahren ohne Ausweis gefahren werden. Für alle E-Fahrzeuge gilt eine Lichtpflicht auch am Tag sowie eine Alkoholgrenze von 0,5 Promille.