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Den Schweizer Schulen im Ausland fehlt das Geld

Schüler der Schweizerschule Singapur. Schweizerschule Singapur

Das Komitee für Schweizer Schulen im Ausland (KSA) fordert mehr Bundesmittel für die 17 Schweizer Schulen im Ausland. Durch die ständigen Subventionskürzungen seien die Bildungsinstitutionen akut gefährdet.

Die qualitativ hochwertige Ausbildung sei an mehreren Schulen nicht mehr gewährleistet, erklärten Vertreter des KSA und der Schulleitungen am Donnerstag (04.07.) an einer Medienkonferenz in Lenzburg. Mittelfristig seien mehrere Schulen in ihrer Existenz gefährdet.

Alle Schulen zusammen haben laut dem KSA im vergangenen Jahr einen Verlust von 2 Mio. Franken ausgewiesen. Die meisten von ihnen seien nicht mehr in der Lage, die notwendigen Investitionen vorzunehmen.

Zudem könnten sie den Schweizer Lehrerinnen und Lehrern nicht mehr Löhne bezahlen, die einen mit der Schweiz vergleichbaren Lebensstandard im Gastland erlauben. Die Reduktion der Bundesbeiträge könne nicht mehr durch Sparmassnahmen oder höhere Schulegelder kompensiert werden.

Bundesbeitrag um 5 Mio. aufstocken

Die Bundessubventionen für die Schweizer Schulen wurden seit 1996 um 3 Mio. auf 15 Mio. Franken gekürzt. Als Folge davon mussten die Beiträge an die anerkannten Schweizer Schulen im Ausland um 25 Prozent gesenkt werden, wie es an der Medienkonferenz hiess.

Damit die Schweizer Schulen ihren Auftrag im Ausland weiterhin erfüllen können, fordert das KSA für das nächste Jahr eine Erhöhung des Budgetkredites auf 20,3 Mio. Franken. Unterstützt wird die Forderung auch von der beratenden Kommission des Bundes für die Förderung der Ausbildung junger Auslandschweizer (AAKo).

Die finanziellen Sorgen standen auch im Zentrum des Treffens der Schulleiter der Schweizer Schulen im Ausland. Während drei Tagen wurde in Lenzburg über die Zukunftsperspektiven diskutiert. Organisiert wurde der Anlass vom KSA, das die Schulen im Ausland seit 1951 betreut und deren Interessen im Inland vertritt.

6’000 Schüler auf vier Kontinenten

An den 17 Schulen auf vier Kontinenten unterrichten rund 200 Schweizer Lehrerinnen und Lehrer 6’000 Schülerinnen und Schüler vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe, beziehungsweise Gymnasium. Davon sind rund 2’000 Schülerinnen und Schüler schweizerischer Nationalität.

Schweizer Schulen werden in Afrika, Asien, Europa und in Lateinamerika betrieben. Die ältesten Schweizer Schulen befinden sich in Italien. In Mailand, Rom, Barcelona, Madrid, Bangkok und Sao Paulo besteht die Möglichkeit, die Schule mit einer eidgenössisch anerkannten Maturität abzuschliessen.

swissinfo und Agenturen

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