Weiterbildungsgesetz gefordert
Ohne Verzug sollen Bundesrat und Parlament ein Weiterbildungsgesetz schaffen. Das fordern rund 150 Organisationen mit einer Eingabe, die am Montag in Bern vom Schweizerischen Verband für Weiterbildung (SVEB) den Bundesbehörden übergeben wurde.
Seit 2006 habe der Bund den verfassungsmässigen Auftrag, die Weiterbildung gesetzlich zu regeln, hiess es an einer Medienkonferenz des SVEB. Der Bundesrat aber halte einen einschlägigen Bericht ohne Angabe von Gründen zurück und habe das Weiterbildungsgesetz vorläufig auf Eis gelegt.
60 Verbände und 90 Institutionen der Weiterbildung sind nicht bereit, diese «Blockierungsstrategie» zu akzeptieren. Es brauche ein Rahmengesetz des Bundes, um Transparenz in die Vielfalt der Weiterbildungsangebote zu bringen und in diesem dynamischen Markt mit über 5 Mrd. Franken Umsatz die Qualität zu sichern.
Die Eingabe verlangt die Ausarbeitung des Weiterbildungsgesetzes noch vor Ende 2011. Gleichzeitig müssten die höhere Berufsbildung und die Weiterbildung gefördert werden. Auch seien die in verschiedenen Gesetzen von Bund und Kantonen geregelten Aktivitäten besser zu koordinieren.
Über ihre Präsidentin Isabelle Chassot unterstützt auch die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) das Anliegen.
Am 27. August behandelt die Bildungskommissionen (WBK) des Ständerates eine gleich gerichtete Initiative ihrer Schwesterkommission. Mittlerweile sind zum Thema Weiterbildung 25 Vorstösse hängig.
swissinfo.ch und Agenturen
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