Brasilianische Architektin entwirft Kunstmuseum in Bad Ragaz SG
Die brasilianische Architektin Carla Juaçaba hat den Architekturwettbewerb zur Gestaltung eines Kunstmuseums der Familie Thomas Schmidheiny auf dem Areal des Hotel Grand Resort in Bad Ragaz gewonnen. Geplant ist ein rund 3000 Quadratmeter grosses Gebäude.
(Keystone-SDA) Der Beitrag von Juaçaba und ihrem Team sei von der Jury einstimmig zum Siegerprojekt gewählt worden. Das teilte die Stiftung Kunstsammlung Thomas Schmidheiny, Auftraggeberin des Projektwettbewerbs, am Montag in einem Communiqué mit. Im Einladungsverfahren seien insgesamt zwölf Beiträge eingereicht worden.
Mit dem neuen Museum werde die private Kunstsammlung der Familie Thomas Schmidheiny dauerhaft und kostenlos der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es soll die Parklandschaft vor dem Luxushotel ergänzen. Die Familie Thomas Schmidheiny besitzt einen Anteil von 85 Prozent an der Grand Resort AG.
Einer der Schwerpunkte der Kunstsammlung sind Gemälde von Ferdinand Hodler (1853 – 1918). Dieser Teil der Sammlung geht auf Max Schmidheiny zurück. Der Sohn, Thomas Schmidheiny, habe sie weiter ausgebaut und qualitativ verbessert, erklärte ein Sprecher der Familie im vergangenen August gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Zur Sammlung gehören weiter zahlreiche Werke neuer zeitgenössischer Kunst.
Die Familie Schmidheiny ist im Kanton St. Gallen verwurzelt und mittlerweile in der dritten Generation beim Grand Resort engagiert. Die wichtigste industrielle Beteiligung ist der Baustoffkonzern Holcim.