Affäre Elf: Genfer Vermögens-Verwalter verhaftet
In der Korruptionsaffäre um den Ölkonzern Elf Aquitaine sind in Genf zwei Vermögensverwalter unter dem Verdacht der Geldwäscherei verhaftet worden. Sie sollen Ex-Elf-Manager Sirven geholfen haben, Geld aus Liechtenstein in die Schweiz zu transferieren. Zwölf Mio. Franken wurden sichergestellt.
Die Verhaftung der beiden Genfer Vermögensverwalter erfolgte bereits am vergangenen 4. Mai, wie der Schweizer Anwalt von Elf, Bruno de Preux, zu einem Bericht der Tageszeitung «Le Temps» sagte. Der mit dem Dossier beauftragte Untersuchungsrichter Paul Perraudin war zunächst nicht erreichbar.
Mit Schweizer Hilfe auf die Philippinen
Die Vorwürfe gegen die beiden Finanzverwalter gehen auf das Jahr 1997 zurück, als Sirven sich darauf vorbereitete, von der Schweiz auf die Philippinen zu flüchten. Sirven habe seine Konten in Liechtenstein aufgelöst und sein auf 50 Mio. Franken geschätztes Vermögen in die Schweiz transferiert, sagte de Preux.
Die beiden Vermögensverwalter sollen Sirven behilflich gewesen sein, 41 Mio. Franken Bargeld in Koffern und im Kofferraum von Autos in die Schweiz geschafft zu haben. Wo die übrigen neun Mio. Franken geblieben sind, ist gemäss de Preux weiterhin nicht bekannt. Vom Geld seien bisher zwölf Mio. Franken sichergestellt worden, sagte er weiter.
Ermittelt wurde im gleichen Zusammenhang auch gegen einen Steuerexperten, der allerdings im Gegensatz zu den beiden Vermögensverwaltern nicht in Untersuchungshaft gesetzt wurde.
swissinfo und Agenturen
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