Coulthard pole – Sauber unter «ferner fahren»
David Coulthard, McLaren-Mercedes, startet beim Grossen Preis der Formel 1 von Monaco am Sonntag (27.05.) aus der Pole Position. Enttäuschende Klassierung für die Sauber-Piloten: Räikkönen und Heidfeld starten aus Reihe acht.
Der Schotte David Coulthard fuhr am Samstag (26.05.) im Qualifikations-Training auf dem 3,370 km langen Stadtkurs in 1:17,430 Minuten Bestzeit. Er überholte in letzter Minute Michael Schumacher (1:17,631), der mit 0,201 Sekunden Rückstand den zweiten Startplatz in der ersten Reihe neben Coulthard einnehmen wird.
Die zweite Reihe teilen sich Mika Häkkinen im zweiten McLaren-Mercedes und Schumacher-Teamkollege Rubens Barrichello im zweiten Ferrari. Die Startreihe drei besetzen Ralf Schumacher, Deutschland und Eddie Irvine, Grossbritannien im Jaguar-Cosworth 1:18,432.
Plätze 15 und 16 für Sauber
Das enttäuschende Abschneiden der beiden Sauber-Fahrer, das an die letztjährigen Leistungen der damaligen Piloten Mika Salo und Pedro Diniz erinnert, hatte sich bereits in den freien Trainings abgezeichnet. Schon am Donnerstag und am Samstagmorgen handelten sich Räikkönen und Heidfeld mit den nicht optimal abgestimmten Autos jeweils übermässig grosse Rückstände ein.
Heidfeld, der den Rundkurs in seiner Wahlheimat Monte Carlo zu seiner Lieblingsstrecke erklärt hatte, stieg für die letzten zwei Versuche wegen Getriebeproblemen noch in das Ersatzauto um. Doch auch dies brachte nicht die erhoffte Steigerung. Räikkönen machten neben mangelhaftem Set-up am C20 Kupplungsprobleme zu schaffen. Zu den technischen Ungereimtheiten gesellten sich bei beiden die nach Zwischenfällen geschwenkten Gelben Flaggen und das gegen Ende des Qualifyings gewohnt starke Verkehrsaufkommen auf der Strecke.
Räikkönen wollte dies indes nicht als Ausrede gelten lassen. Auch bei freier Fahrt wäre er wohl nicht schneller gewesen. Selbst wenn er seine besten Abschnittszeiten zusammen zählen würde, stünde er nicht besser da, berichtete der Finne. In der Tat war Räikkönen nur im ersten Sektor als Siebter «bei den Leuten». Im zweiten und dritten Teil wurde für ihn nur noch die 15. Zeit gestoppt.
Der T-Car musste für Heidfeld erst noch umgebaut werden. Ursprünglich war er wohl für den Deutschen vorbereitet gewesen, war dann aber für Räikkönen angepasst worden, nachdem dieser im morgendlichen freien Training das eigentliche Auto bei einer Touchade an den Leitplanken beschädigt hatte.
In dieser Saison war Sauber zuvor erst einmal nicht in den ersten zehn Positionen der Startaufstellung vertreten gewesen. In Malaysia hatten Heidfeld und Räikkönen im Qualifying aber immerhin noch die Plätze 11 und 14 belegt.
swissinfo und Agenturen
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