Fussball verliert Offensivkräfte
Der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft gehen die Offensivkräfte aus. Nach GC-Mittelfeldspieler Ricardo Cabanas , dem Servettien Léonard Thurre und dem Basler Hakan Yakin fällt nun auch NLA-Torschützenkönig Stéphane Chapuisat für die beiden WM-Ausscheidungsspiele gegen Färöer am Samstag und vier Tage später gegen Slowenien in Basel aus. Nationalcoach Enzo Trossero gerät nun in eine echte Stürmernot.
«Es geht nicht. Das Fussgelenk ist stark angeschwollen. Ich benötige zwei bis drei Wochen Ruhepause», erklärte Stéphane Chapuisat, der am Dienstagmorgen das Trainingslager der Nationalmannschaft verlässt.
Der 83-fache Internationale leidet an einem nicht ausgeheilten Kapselriss. Nach den Einsätzen gegen Sion und St. Gallen hat sich wieder Flüssigkeit in Chapuisats Fussgelenk gebildet.
Die Zeit reicht aus
Entwarnung konnte Nationalmannschaftsarzt Dr. Roland Biedert hingegen den drei angeschlagenen Servette-Akteuren Alex Frei, Johann Lonfat und Sébastien Fournier geben.
«Frei erhielt einen Schlag auf den Knöchel. Seine Blessur ist nicht tragisch», führte Biedert aus. «Lonfat hat sich das Knie-Innenband überdehnt. Er wird einige Tage pausieren müssen. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Zeit bis zum Färöer-Spiel am Samstag ausreicht. Und Fournier, der gegen die Färöer ohnehin gesperrt ist, wird am Donnerstag das Training nach seiner leichten Oberschenkelzerrung wieder aufnehmen können.»
Noch hat Enzo Trossero keinen Spieler nachnominiert. Er wird aber zweifelsohne mindestens einen zusätzlichen Angreifer aufbieten (Rey und/oder warum nicht Türkyilmaz in der Notlage). Kubi beteuerte unlängst, dass es seinem Rücken besser gehe und er fast wieder beschwerdefrei trainieren könne.
swissinfo und Agenturen
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